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Mit den roten und grünen Karten können die Kinder ihre Meinung kundtun.

Frankfurt

Frankfurter Kinder-Uni: Edison und Spiderman

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An der Kinder-Uni der Goethe-Universität gab Vinzenz Hediger Einblicke in die Welt des Films. Es gab allerlei Dinge zu lernen.

Auch am Mittwoch wieder: Hunderte von Kindern im großen Audimax der Goethe-Uni. Es ist laut, sehr laut - aber was soll man erwarten? Heute gibt es was zu sehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger spricht über die Anfänge des Kinos, wie ein Film überhaupt funktioniert und wie er produziert wird.

KINDER-UNI-QUIZ

Welche Lebensmittel muss man in einer koscheren Küche trennen?

a) Grüne und gelbe

b) Milchige und fleischige

c) Leckere und eklige

Die Frage steht auf dem Fragebogen, den die Kinder heute im Hörsaal erhalten. Die Vorlesung gibt’s auch im Internet: www.kinderuni.uni-frankfurt.de.

Zu gewinnen gibt es jeden Tag fünf Tassen mit dem Kinder-Uni-Motiv.

Die Quiz-Antworten bitte online unter www.fr.de/Gewinnspiel. Das Stichwort lautet heute: Koscher. 

Und wenn es ums Gucken geht, dürfen natürlich Beispiele aus der Welt des Films nicht fehlen. Als sich dann zu Beginn der Vorlesung Spiderman über die drei Leinwände an der Wand des Audimax schwingt, sind das Getöse und der erlernte „Uni-Applaus“ (das Klopfen mit den Knöcheln auf den Tischen) riesig, gar frenetisch. Aber Hediger schaut mit den Kindern selbstverständlich nicht nur Filme, sondern erzählt so einiges aus der Welt des Films, was selbst den einen oder anderen Erwachsenen verblüffen könnte. Wussten Sie denn beispielsweise, dass in einer Minute Film 1440 Bilder gezeigt werden? Oder aber, dass ein normaler Spielfilm auf Rolle knapp 3,5 Kilometer lang ist? Oder vielleicht, dass die Sache mit dem Filmschauen ohnehin nicht funktionieren würde, wenn unser Auge nicht so träge wäre?

Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt: In der gut eine Stunde langen Vorlesung geht es um Praxinoskope, Thomas Edison, Walt Disney, Kameras und Projektoren, Steamboat Willie, Zeichentrick, und und und. Und wer sich dann noch fragt, wo das Geld für die ganzen Filme herkommt: Am Unterschied zwischen einer Flasche Cola und einem Film will Hediger das erklären. Natürlich um darauf hinzuweisen, dass das Geld von uns Millionen von Zuschauern kommt und ein Film mehrfach gezeigt werden kann, eine Cola nach dem Austrinken aber weg ist. Eine Schülerin sagt aber ganz klar: In Cola ist Kokain, im Film aber nicht. Ob sie damit recht hat, sei einmal dahingestellt.

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