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Frankfurter Jazzstipendium vergeben

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Von: Anja Laud

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Das Ivan Habernal Orchestra auf der Bühne, im Hintergrund im hellen Hemd der Stipendiat.
Das Ivan Habernal Orchestra auf der Bühne, im Hintergrund im hellen Hemd der Stipendiat. © © Ben Kilb

Der Frankfurter Bassist Ivan Habernal will mit dem Frankfurter Jazzstipendium sein Ensemble, das Ivan Habernal Orchestra, weiterentwickeln.

Der Bassist Ivan Habernal hat das mit 10 000 Euro dotierte Frankfurter Jazzstipendium 2021 erhalten. Es wird seit 1990 jährlich von der Stadt vergeben, um die regionale Jazzszene zu unterstützen und Musikerinnen und Musiker zu ermutigen, ein individuelles künstlerisches Profil zu entwickeln. Habernal kündigte an, er werde das Stipendium nutzen, um sein Ensemble, das Ivan Habernal Orchestra, ein Jazzseptett plus Streich-Quartett, weiterzuentwickeln und weitere gemeinsame Konzerte und Aufnahmen zu ermöglichen.

„Mit ihrem Votum für Ivan Habernal hat sich die Jury für eine Bewerbung entschieden, die allein aufgrund der Größe des Ensembles herausragte. Ich freue mich sehr, dass wir mit ihm ein herausragendes Talent der lokalen Jazzszene und dessen musikalische Projekte fördern können“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), als sie dem Musiker, der seit 2013 in Frankfurt lebt, vor dem Beginn des Stipendiatenkonzerts die Auszeichnung in der Romanfabrik verlieh. Die Vergabe des 31. Jazzstipendiums hatte sich wegen der Corona-Pandemie verzögert, da die Jury erst im Herbst vergangenen Jahres tagen konnte.

„Das aus elf Musikerinnen und Musikern bestehende Orchester schlägt mit seiner Instrumentierung, unter anderem mit vier versierten Bläsern und vier Streichern, eine Brücke zwischen zeitloser Jazzästhetik und Einflüssen der Klassik“, urteilte die Jury. Für sie alle habe Ivan Habernal sehr gut durchdachte, komplexe Arrangements geschrieben. Diese beeindruckten mit überraschenden Details, einem im Jazz nicht oft anzutreffenden Klangfarbenreichtum und einer klugen Dramaturgie.

Habernal, 1983 unweit der tschechischen Stadt Pilsen geboren, absolvierte ein Studium der Computerwissenschaften und begann parallel ein Studium am Konservatorium für Jazz und populäre Musik in Prag. Bei einem mehrmonatigen Aufenthalt in New York nahm er Unterricht bei den Bassisten Hans Glawishnig und John Patitucci. Im Hauptberuf arbeitet er als Computerwissenschaftler an der Technischen Universität Darmstadt.

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