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Immobilienmarkt

Frankfurter Immobilien teuer wie nie

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Immobilien in Frankfurt waren nie so teuer wie aktuell - und auch nie so gefragt. Gerade die Nachfrage ist es, die die Preise steigen lässt. Für Eigentumswohnungen werden um die 4280 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im ersten Halbjahr dieses Jahres erneut deutlich gestiegen. Nach einem Bericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte kostete ein neue Wohnung im Mittel 4280 Euro pro Quadratmeter. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Fast jede vierte neue Wohnung kostete mehr als 5000 Euro pro Quadratmeter.

Im Schnitt am teuersten waren Nord- und Ostend sowie das Westend, wo allerdings jeweils nur wenige Wohnungen entstanden. Als höchsten Kaufpreis nennt der Gutachterausschuss eine Wohnung im Westend mit 8750 Euro pro Quadratmeter.

Unter den Vierteln mit hoher Bautätigkeit mussten Käufer im Europaviertel am meisten zahlen. Dort waren im Schnitt 4780 Euro zu berappen, in Sachsenhausen 4690 Euro, im Gallus 3760 Euro. Die günstigsten Wohnungen entstanden in Oberrad und Fechenheim.

Anstieg auch bei Altbauten

Auch die Preise für Bestandswohnungen sind weiter angezogen. Je nach Baujahr stiegen sie um zwei bis neun Prozent. Altbauwohnungen wechselten nach Auswertung der Kaufverträge im Schnitt für 3650 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Das ist ein Anstieg um etwa vier Prozent. Am teuersten ist auch in diesem Segment das Westend, wo bis zu 7940 Euro pro Quadratmeter bezahlt wurden. Etwas mehr als 4300 Euro pro Quadratmeter kostete ein Altbau im Schnitt in Sachsenhausen sowie Nordend und Ostend. Noch am günstigsten sind Praunheim und Rödelheim. Die Preise für Reihenhäuser stiegen ebenfalls. Je nach Baujahr wurden für ein Reihenmittelhaus 240 000 bis 540 000 Euro bezahlt. Freistehende Häuser waren dem Bericht nach nicht unter 600 000 Euro zu haben.

Nicht nur die Preise für Wohnimmobilien erreichten im vergangenen Halbjahr Höchstwerte. Mit rund 3700 Kaufverträgen wechselten so viele den Besitzer wie noch nie. Entsprechend stieg der Umsatz um 19 Prozent auf einen Rekordwert von 2,6 Milliarden Euro. Nur im ersten Halbjahr 2007 – unmittelbar vor Ausbruch der Immobilienkrise – war in größerem Umfang gekauft worden.

Den Umsatzsprung führt Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) in erster Linie auf den Druck von Investoren zurück, die sichere Geldanlagen suchten. Frankfurt sei da als Standort sehr gefragt.

Ob sich die Erwartungen der Investoren an die Verkaufserlöse für die rund 1000 Wohnungen erfüllen, die in den kommenden Jahren in Hochhäusern entstehen, bleibe abzuwarten, sagte Cunitz. Hochwertige Wohnhochhäuser seien schließlich in Frankfurt keine marktübliche etablierte Wohnform.

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