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Frankfurter Hochschule setzt auf Nachhaltigkeit

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Das erste kostenfreie Fairtrade Frühstück an der Frankfurt University of Applied Sciences findet statt. Ein Ziel ist auch Nachhaltigkeit in den Lehrplan aufzunehmen. Von Paula Tauber.

Auf dem Hof der Frankfurter Hochschule tummeln sich an diesem Dienstagmorgen besonders viele Student:innen. Der Grund dafür: Das erste kostenfreie Fairtrade-Frühstück findet statt.

Bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung bildet sich vor dem Buffet eine lange Schlange. Neben Brötchen, verschiedenen Aufstrichen aus dem Weltladen und Kuchen gibt es auch Infomaterial rund um die Themen Nachhaltigkeit und fairer Handel zu finden. Im Foyer der Hochschule bekommen die Studierenden außerdem das Urgestein der fairen Produkte: Kaffee.

Die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ hat für das Fairtrade-Frühstück eine kleine Ausstellung zur Verfügung gestellt, die sich mit dem Themenkomplex Arbeitsbedingungen in aller Welt auseinandersetzt.

Die Frankfurter Hochschule ist Hessens erste „Fairtrade University“. Um dieses Label zu erhalten, müssen pro Semester zum Beispiel mindestens zwei sogenannte Fairtrade-Veranstaltungen stattfinden. Sascha Hippert, Initiator der Kampagne. kämpfte bereits seit 2019 um das beliebte Siegel. Seine Motivation ist dabei vor allem auf einen Aspekt zurückzuführen: „Unser Reichtum darf nicht auf den Kosten anderer aufgebaut sein.“

Auch bei den Studierenden findet die Aktion großen Anklang. Elena, eine italienische Studentin, erzähl, dass es in Deutschland viel mehr Fairtrade-Produkte gebe als in Italien. „Fairtrade ist total wichtig. Leider sind viele der Produkte für mich als Student zu teuer“, ergänzt ihr Freund Clemens. Er wünscht sich, dass die Initiative Workshops und Themenabende anbiete, um herauszufinden, wie Student:innen mit einem geringen Budget ihren Alltag nachhaltiger gestalten könnten.

Bei einem Fairtrade-Talk ab 11.45 Uhr ruft die Vizepräsidentin der Hochschule Susanne Rägle die Studierenden dazu auf, Botschafter:innen für ein nachhaltiges Leben zu werden. „Das Ziel soll sein, dass Nachhaltigkeit in allen Studienfächern eine Rolle spielt; egal, ob es einen Wirtschafts-, Architektur- oder Logistikstudiengang betrifft“, betont Rägle.

Studentin Laura aus Mexiko freut sich schon jetzt über das Projekt: „Das ist eine richtig coole Aktion und ich würde mir wünschen, dass andere Universitäten so etwas auch anbieten“, sagt sie. Sie zahle auch gerne mal ein bisschen mehr für ihren Kaffee, wenn die Arbeiter:innen dann wenigstens fair entlohnt würden.

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