Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Martina Feldmayer und Bastian Bergerhoff führen die Liste der Grünen an.
+
Martina Feldmayer und Bastian Bergerhoff führen die Liste der Grünen an.

Kommunalwahl

Wahlkampf mit vielen Fragezeichen

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
    schließen

Die Frankfurter Grünen stellen ihre Kampagne zur Kommunalwahl vor und geben sich durchaus selbstbewusst. Im Wahlkampf setzen sie auf das Internet.

Auch Suggestivfragen haben durchaus ihren Reiz. Finden zumindest die Frankfurter Grünen. Auf vielen ihrer Plakate zur Kommunalwahl am 14. März wendet sich die Partei in Frageform an die Bürgerinnen und Bürger. Da heißt es dann zum Beispiel: Ist es nicht an der Zeit, dass Frankfurt überall grüner wird? Oder: Was wäre, wenn Männer und Frauen die gleichen Chancen hätten? Wer darauf die Antwort gibt, die der Verstand nahelegt, soll die Grünen wählen, so die Botschaft.

Überhaupt wird es ein Wahlkampf mit vielen Fragezeichen, das wurde am Donnerstag beim Pressetermin mit dem Kreisvorstand um Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff sowie der Spitzenkandidatin Martina Feldmayer deutlich. Unklar ist vor allem, ob es überhaupt Info-Stände geben kann. Die kleinen Geschenke liegen in der Wahlkampfzentrale an der Berliner Straße bereit. Dazu zählen etwa ein Malbuch, das sich eben ebenfalls mit einer Frage beschäftigt: Was würde ich machen, wenn ich Königin von Frankfurt wäre? Außerdem gibt es ein Stadtteilquartett. Doch wie soll das alles an die Wählerin oder den Wähler gebracht werden?

Zumindest ist an die Stadtteilgruppen die dringende Empfehlung gegangen, bis zum 14. Februar keine Info-Stände aufzubauen, wie Beatrix Baumann berichtete. So lange soll – Stand jetzt – der Lockdown dauern. Danach, so hofft Bastian Bergerhoff, könnte es wieder die Möglichkeit zum Straßenwahlkampf geben – allerdings in eingeschränkter Form. Dass sich zehn Menschen rund um einen Stand drängeln, soll es keinesfalls geben.

Grüne setzen auf das Internet

Und so werden die Grünen die eine oder andere Information in die Briefkästen der Frankfurterinnen und Frankfurter werfen lassen – und vor allem aufs Internet setzen. Dort gibt es etwa auf Instagram ein Format, bei dem man die Politikerinnen und Politiker der Grünen in kurzen Gesprächen zu bestimmten Themen kennenlernen kann. Das Angebot werde gut angenommen, sagte Feldmayer.

Bei so vielen Fragezeichen war es dann aber auch mal Zeit für ein Ausrufezeichen. Dafür sorgte Bergerhoff, der selbst auf Listenplatz zwei kandidiert, als er nach dem Wahlziel gefragt wurde. Auch wenn der bundesweite Hype um die Grünen durch die Corona-Krise etwas nachgelassen hat – Ziel sei es ,stärkste Partei in Frankfurt zu werden, wie es die Grünen zuletzt bei Landtags- und Europawahl geschafft hatten. Das werde nicht einfach, sagte Bergerhoff, er erwarte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU. Die SPD, die derzeit weit mehr Stadtverordnete stellt als die Grünen, kommt in seinen Überlegungen nicht vor.

130 Seiten ist das Wahlprogramm dick. Es gibt aber auch andere Fassungen davon. Etwa die 50-seitige Kurzversion, das Wahlprogramm in Englisch oder in leichter Sprache. Den größten Raum in dem in monatelanger Arbeit entworfenen Werk nimmt die Frage ein, wie es gelingen kann, Raum zum günstigen Wohnen zu schaffen und der Stadt gleichzeitig die Luft zum Atmen zu lassen. Genau darum werde es bei der Wahl gehen, sagte Feldmayer.

Blieb die Frage nach Koalitionen nach der Wahl. Eine Antwort gab es nicht. „Die Zeit der Lagerwahlkämpfe ist vorbei“, sagte Beatrix Baumann. Außer mit AfD und BFF werde man mit allen Gruppen im Römer sprechen, ergänzte Feldmayer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare