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Frankfurter Grüne diskutieren über Rottmann als OB-Kandidatin

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Von: Georg Leppert

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Manuela Rottmann bei ihrer Verabschiedung im Römer 2012.
Manuela Rottmann bei ihrer Verabschiedung im Römer 2012. © Andreas Arnold

Soll die Partei für die Wahl des Stadtoberhaupts „jemanden von außen“ aufstellen? Teile der Basis sind zumindest skeptisch.

Frankfurt – Es rumort bei den Frankfurter Grünen. Grund ist – wie zu erwarten in diesen Tagen – die Nominierung für die OB-Wahl. Am Montagabend will sich die siebenköpfige Findungskommission auf einen Vorschlag einigen, über den die Basis am 19. November abstimmen soll. Nach FR-Informationen spricht vieles dafür, dass die Wahl auf Manuela Rottmann fallen wird. Die 50-Jährige war von 2006 bis 2012 Dezernentin für Umwelt und Gesundheit in Frankfurt. 2017 ging sie zurück in ihre Heimat nach Unterfranken und zog für die Grünen in den Bundestag ein.

Bereits vor der Entscheidung wird die Personalie bei den Grünen kontrovers diskutiert. Für die einen wäre Rottmanns Nominierung ein echter „Neustart für Frankfurt“ – was man von den Entscheidungen bei SPD und CDU, die jeweils ihre Parteichefs ins Rennen schicken, nicht sagen könne. Doch gerade an der Basis gibt es auch Kritik. Tenor: Die Frankfurter Grünen haben vier Wahlen in Folge gewonnen, da brauchen sie für die OB-Wahl keine Kandidatin von außerhalb.

Frankfurter Grüne: Arslaner und Eskandari-Grünberg als Alternative

Zu den wenigen Mandatsträgerinnen, die sich zitieren lassen, zählt Mirrianne Mahn. „Ich möchte, dass eine Frankfurterin bei der OB-Wahl für uns antritt“, sagt die Stadtverordnete.

Heike Strobel, Sprecherin der einflussreichen Stadtteilgruppe Nordend, geht weiter ins Detail. „Ich bin sehr skeptisch, ob wir jemanden von außen holen sollten“, sagt sie. Nach zehn Jahren Peter Feldmann an der Stadtspitze müsse es darum gehen, wieder Vertrauen in das OB-Amt herzustellen. Das könnten bekannte Gesichter der Grünen besser als Rottmann, die in Frankfurt keine Rolle mehr spiele. Konkret nannte Strobel die Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. Beide sind mit der Findungskommission im Gespräch, „und beide haben gute Arbeit geleistet“, so Strobel.

Mike Josef will Frankfurter Oberbürgermeister werden. Seine Kandidatur begründet der Sozialdemokrat, bisher Dezernent für Planen, Wohnen und Sport, sehr persönlich.

Frankfurter Grüne: Falsches Signal durch Kandidatur von außen?

Zudem stellt sich die Nordend-Grüne die Frage, welches Signal durch eine Kandidatur Rottmanns in die Partei gesendet werde. Viele Menschen engagierten sich für die Grünen, aber wenn es um den wichtigsten Posten gehe, „dann sollen sie nicht zum Zuge kommen?“

Hilime Arslaner schlug vor, dass die Findungskommission mindestens zwei Namen zur Auswahl stellt, damit die Basis eine Wahl habe. Das könne so kommen, müsse aber nicht zwangsläufig so sein, sagte Kreissprecherin Julia Frank auf Anfrage der FR. (Georg Leppert)

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