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Frankfurter Goethe-Uni: Präsidentenwahl droht zu scheitern

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
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Am 8. Juli ist die Präsidentenwahl. Doch immer noch gibt es Streit zwischen Hoschulrat und erweiterten Senat wegen der Kandidatenliste. Nun drohen Mitglieder des erweiterten Senats nicht zur Wahl zu gehen oder ungültig zu stimmen.

Die Präsidentenwahl an der Goethe-Universität am kommenden Mittwoch könnte scheitern. Denn der Streit zwischen Hochschulrat und erweitertem Senat um die Kandidatenliste geht weiter.

Drei Bewerber und eine Bewerberin hatten sich bei der hochschulöffentlichen Anhörung präsentiert. Während der erweiterte Senat mindestens drei von ihnen für geeignet hielt, nominierte der Hochschulrat aber nur zwei: die amtierende Präsidentin Birgitta Wolff und den ehemaligen Uni-Vizepräsidenten Enrico Schleiff. Beworben hatten sich auch der Psychologieprofessor Holger Horz sowie der externe Kandidat Jan Palmowski, Professor für Neuere Geschichte an der University of Warwick.

In einer Erklärung forderte der erweiterte Senat den Hochschulrat in der vergangenen Woche auf, zumindest die drei internen Kandidaten zur Wahl zuzulassen. Doch nach FR-Informationen sah eine Mehrheit des Hochschulrats keinen Anlass, von ihrer Entscheidung abzuweichen.

„Viele der Mitglieder des erweiterten Senats ziehen nun die Option in Betracht, nicht an der Wahl teilzunehmen oder ungültig zu stimmen. Ich glaube, dass die Wahl scheitern wird“, sagt Frank Schulze-Engler. Er ist Anglistikprofessor und Mitglied des erweiterten Senats. 34 Mitglieder des erweiterten Senats sind wahlberechtigt, mindestens 18 Stimmen braucht die Kandidatin, der Kandidat, um die Wahl zu gewinnen. Vier Wahlgänge gibt es maximal.

Schulze-Engler betont, dass viele Mitglieder des erweiterten Senat sich ein neues Wahlverfahren wünschten. „In Zukunft müsste das Hochschulgesetz so geändert werden, dass Hochschulrat und erweiterter Senat die Kandidatenliste gemeinsam beschließen.“ Auch die Asta-Vorsitzende Kyra Beninga plädiert für ein demokratischeres Wahlverfahren.

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