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Auch in der Freßgass wird der Drink unter dem Sonnenschirm ab Montag ohne Testzertifikat möglich sein.
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Auch in der Freßgass wird der Drink unter dem Sonnenschirm ab Montag ohne Testzertifikat möglich sein.

Freude bei den Gästen

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Die Gastronomie atmet auf

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Gäste in der Frankfurter Innenstadt strömen in die Restaurants und freuen sich auf weitere Lockerungen der Corona-Regeln.

Frankfurt am Main - Als Edoardo Gregorelli spricht, knallt hinter ihm an der Bar der Korken einer Perlweinflasche. „Man sieht ein Ende“, sagt der 68-Jährige und meint damit das „verflixte Virus“ und die Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Gregorelli ist Inhaber eines italienischen Restaurants in einer Seitenstraße der Freßgass. Und er ist erleichtert über die Lockerungen, die ab Montag auch in Frankfurt gelten.

Am Samstag zur Mittagszeit sind die Tische im Innenraum des Lokals noch leer. Gregorelli, der eine weiße Schürze trägt, eilt wie seine Kellner immer wieder durch die weit geöffneten Glastüren zu den Gästen, die unter einer breiten, sonnengelben Markise sitzen. Ab heute darf Gregorelli Gäste mit negativem Corona-Test auch drinnen empfangen.

Corona-Lockerungen in Frankfurt: Die Gastronomie ist zufrieden

Genauso wie Mehdi Vosoughian. Der Betriebsleiter eines Cafés auf der Freßgass, wo sich am Samstag viele Menschen tummeln – und nicht alle mit vorgeschriebener Maske –, sagt: „Ich bin superzufrieden, wie es läuft.“ Während der 39-Jährige erzählt, klingelt sein Telefon. Er hebt ab und empfiehlt, Sitzplätze im Außenbereich vor seinem Café zu reservieren.

Zwei Frauen und Männer, die aus dem Landkreis Miltenberg kommen, sprechen Vosoughian an und erkundigen sich nach einem freien Tisch. Er weist sie darauf hin, dass „momentan noch Testpflicht“ bestehe. Negative Corona-Tests können die vier aber nicht vorweisen. Meistens seien es „Touristen“, die spontan ohne negativen Corona-Test vorbeikämen, berichtet Vosoughian. Ab heute dürfen sie dann auch ohne Zertifikat draußen Platz nehmen.

Was sich ab Montag (07.06.2021) ändert:

Von Montag an gilt in Frankfurt die zweite Stufe der hessischen Corona-Regeln. Dadurch entfällt bei der Außengastronomie die Corona-Testpflicht. Gaststätten dürfen außerdem ihren Innenbereich wieder öffnen. Wer drinnen sitzen möchte, braucht aber einen negativen Test.

Bei körpernahen Dienstleistungen , etwa in Kosmetik- und Tattoostudios, entfällt die Testpflicht, jedoch wird ein vorheriger Test empfohlen.

Für Schulklassen , die wieder alle zusammen unterrichtet werden, bleibt die Testpflicht dagegen bestehen.

Private Treffen mit bis zu zehn Personen sind möglich. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren müssen bei der Zählung nicht berücksichtigt werden. Mannschaftssportarten wie Fuß- und Handball sind unter Auflagen wieder erlaubt. Freibäder öffnen.

Ohne Termin können ab sofort Einzelhandelsgeschäfte aufgesucht werden, allerdings mit begrenzter Kundenzahl und Maskenpflicht.

In der Frankfurter Innenstadt muss nur noch Maske tragen, wer innerhalb des Anlagenrings unterwegs ist und nicht innerhalb des Alleenrings. cd

Die Frankfurterinnen Meike und Julia sitzen mit ihren Aperol Spritz im Außenbereich eines Cafés direkt neben der Alten Oper mit Blick auf den Brunnen. Am Morgen hätten sie sich testen lassen und streiften seitdem mit den auf ihren Handys gespeicherten negativen Ergebnissen durch die Stadt. Erstmals seit langem seien sie wieder in der City.

Ab Montag gelten in Frankfurt neue Corona-Regeln

Zu den Corona-Lockerungen, die ab dem heutigen Montag gelten, sagt Julia, die wie ihre Freundin ohne Nachnamen in der Zeitung erscheinen möchte, spontan: „Wow, voll gut!“ Von den Erleichterungen hätten sie noch gar nichts mitbekommen. Als „positiv ungewohnt“ beschreibt Meike die angekündigten Freiheiten. „Es ist komisch, weil man das so lange nicht mehr hatte“, sagt die 30-Jährige und fügt hinzu: „Man ist fast schon überfordert von den Angeboten, und ich traue der Euphorie noch nicht.“

Ähnlich sehen das Christina und Thomas Lutter. Das Paar aus Wiesbaden ist zum Einkaufen nach Frankfurt gekommen. Die beiden sitzen vor einem Café, die Tüte eines Schuhladens neben sich auf einem Stuhl, und trinken Kaffee.

Corona-Pandemie: „Gute Aussichten“ in Frankfurt

Auf die bevorstehenden Lockerungen angesprochen, sagt Thomas Lutter: „Das sind gute Aussichten.“ Positiv finden es beide, dass die Geschäfte wieder geöffnet seien. „Es ist richtig schön, dass man – platt gesagt – wieder Geld ausgeben kann“, sagt der 55-Jährige.

„Draußen sitzen und die Leute angucken“ genießt Christina Lutter neben dem Shopping, um dort „Sachen anzufassen“. Die 50-Jährige sagt: „Wir sind keine Onlinekäufer.“ Kritisch sehen es aber beide, dass viele in der Fußgängerzone trotz weiterhin bestehender Pflicht keine Masken tragen. (Clemens Dörrenberg)

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