Trotz der Folgen der Corona-Pandemie für Gastronomie und Hotellerie zieht die „Coole Branche“ eine positive Bilanz.
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Trotz der Folgen der Corona-Pandemie für Gastronomie und Hotellerie zieht die „Coole Branche“ eine positive Bilanz.

Gastronomie

Frankfurter Gastgewerbe trotz Corona zuversichtlich

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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Der Zusammenschluss „Coole Branche“ zieht eine positive Bilanz. Währenddessen versucht die Hotellerie mit einem Pop-up-Konzept, wieder Gäste anzulocken.

Trotz der Folgen der Corona-Pandemie für Gastronomie und Hotellerie zieht die „Coole Branche“ eine positive Bilanz. Die „Coole Branche“ ist ein Zusammenschluss aus der DEHOGA Frankfurt, der Frankfurt Hotel Alliance und der Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF), der sich im Oktober vergangenen Jahres gegründet hat.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Hotellerie und Gastronomie in Frankfurt in der Krise und beim damit einhergehenden Lockdown Solidarität und Zusammenhalt bewiesen haben“, sagt James Ardinast, Vorstand der IGF. Mit Aktionen wie „Leere Stühle“ auf dem Römerberg oder dem Protest gegen die seinerzeit bestehende Fünf-Quadratmeter-Regel habe die Gastronomie öffentlichkeitswirksam auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. Bei allen Kampagnen habe die Branche Hand in Hand mit Verbänden und der Stadt Frankfurt gearbeitet, so auch bei den „Frankfurter Kultur-Sommergärten“, bei denen städtische Flächen genutzt wurden, um Kulturangebote von Clubs und Gastronomen zu präsentieren.

„Auch wenn dieser Sommer sicherlich nicht zu den umsatzstärksten gehörte, haben das gute Wetter, die Bereitschaft der Stadt Frankfurt, der hohe Einsatzwille der Gastronominnen und Gastronomen und nicht zuletzt die Freude der Menschen, die unsere Angebote angenommen haben, geholfen, dass wir positiv in die Zukunft schauen“, sagt Ardinast weiter. Den positiven Schwung nehme man mit in die bevorstehende Herbst- und Wintersaison.

Vertrauen in die Branche

Mit Blick auf eben jene appelliert die „Coole Branche“ an Hoteliers und Gastronomen, die Sicherheitsmaßnahmen weiterhin verantwortungsvoll einzuhalten. Gäste hätten „enormes Vertrauen“ in die Branche, „weil unsere Gastronomen und Hoteliers die klaren Vorgaben für den Gesundheitsschutz gut befolgen“, sagt Eduard M. Singer, Vorsitzender des DEHOGA Frankfurt. Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sei von „elementarer Bedeutung“, man sei sich der Verantwortung bewusst. Über die Zusage der Stadt Frankfurt, Außengastronomieflächen in Herbst und Winter weiterhin ohne zusätzlichen Kosten nutzen zu dürfen, zeigt sich Singer erfreut. Darüber hinaus arbeite die Branche an „tragfähigen und sicheren Konzepten“, um auch in Innenräumen einen möglichst hohen Gesundheitsschutz zu ermöglichen.

Währenddessen will die von der Corona-Krise stark getroffene Hotellerie mit neuen Aktionen versuchen, Gäste in ihre Häuser zu locken. Die Frankfurt Hotel Alliance will ein Pop-up-Konzept auf die Beine stellen, bei dem Frankfurter Gastronomie-Betriebe eine Zeitlang die Hotel-Küche übernehmen.

Den Anfang soll das Moxy Frankfurt East machen. „Das schafft Synergien und stärkt den Zusammenhalt der Hoteliers und Gastronomen innerhalb der Branche“, meint Christian Henzler, Vorstand im Verband der Frankfurt Hotel Alliance und „Captain“ des Moxy Frankfurt East. Derzeit suche man noch nach Gastronomen, die die geplante Aktion unterstützen.

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