Klimakrise

„Fridays for Future“ stellen sich neu auf

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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Die jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützer wollen wieder in Frankfurt auf die Straße. Dafür haben sie sich mit „Migrantifa Hessen“ und „Black Power Frankfurt“ zusammengetan.

Dass sie nicht nur autofreie Innenstädte und das Ende des Kohlestroms fordern, sondern radikale soziale Reformen anstreben, machen die Frankfurter Aktivistinnen und Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung schon seit längerem deutlich. Jetzt gehen die jungen Klimaretter einen Schritt weiter und haben sich dem neuen „Intersektionalen Bündnis“ angeschlossen. Gemeinsam mit dem Netzwerk „Migrantifa Hessen“, der antirassistischen Gruppe „Black Power Frankfurt“ und der feministischen Gruppe „F*Streik“ wollen die „Fridays for Future“ am kommenden Freitag, 25. September, in Frankfurt auf die Straße gehen. Die junge Klimaprotestbewegung ruft an diesem Tag auf der ganzen Welt zum Aktionstag für mehr Klimaschutz auf – erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie.

In Frankfurt soll an diesem Tag nicht nur der Kampf für mehr Klimaschutz im Vordergrund stehen, sondern auch das Engagement gegen rassistische und sexistische Diskriminierung. „Wir leben in einem System, welches insbesondere auf der Ausbeutung von Mensch und Natur basiert“, schreibt das neue Bündnis. „Um gegen diese alltäglichen Missstände vorzugehen, müssen wir sie endlich im gemeinsamen Kampf angehen.“ Daher trete man sowohl für Klimagerechtigkeit als auch für soziale Gerechtigkeit ein. Motto der Proteste: „Eure Normalität ist unsere Krise“.

Drei Kundgebungen

Konkret sind an dem Aktionstag in Frankfurt drei Kundgebungen mit Reden und Musik geplant. Sie beginnen zeitgleich um 12 Uhr an der Alten Oper, am Römer und an der Hauptwache. Die drei Standorte des Protestes sollen laut den Veranstalterinnen und Veranstaltern die Vielfalt des Protestes zeigen und die Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen vereinfachen. Ab 13 Uhr sollen dann an allen Kundgebungen Demonstrationszüge starten, die sich am Mainufer zu einer Abschlusskundgebung vereinen.

„Für uns ist klar, dass man Diskriminierung wie Rassismus und Sexismus und auch Probleme wie die Klimakrise nicht voneinander trennen darf“, sagte Jana, eine Sprecherin des Intersektionellen Bündnisses, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Vielmehr wolle man mit dem gleichzeitigen Blick auf verschiedene Unterdrückungsformen zeigen, „dass eine andere Welt möglich ist“. Letztlich fordere man die Rettung des Klimas, eine andere Wirtschaft und „ein gutes Leben für alle“.

Paul, ein Sprecher der Frankfurter „Fridays“, sagte, die Kooperation mit anderen politischen Gruppierungen werde das kommende Jahr inhaltlich prägen. Die Zusammenarbeit mit „Black Power Frankfurt“ und „Migrantifa“ solle ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Umweltverbänden und Gewerkschaften wolle man beibehalten.

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