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Frankfurter Fridays-for-Future-Bewegung protestiert gegen Putins Krieg

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Fridays for Future demonstriert an der Hauptwache.
Fridays for Future demonstriert an der Hauptwache. © Renate Hoyer

Rund 750 junge und nicht so junge Menschen demonstrieren in Frankfurt für Klimaschutz und gegen Krieg. Sie fordern, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden.

Frankfurt – Um Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen, demonstrierte die Frankfurter „Fridays for Future“-Bewegung am Donnerstagabend (03.03.2022) gegen den russischen Angriffskrieg. Die etwa 750 Demonstrierenden zogen von der Hauptwache zum Römer. Sie protestierten gegen die fossilen Abhängigkeiten Deutschlands von russischem Gas und Öl und erhofften sich von der Bundesregierung einen sofortigen Importstopp. Auf Plakaten forderten Teilnehmer:innen den Ausbau von „Friedensenergien“ wie Wind- oder Sonnenenergie und kritisierten den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Ein Redner rief zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen auf und forderte von der Bundesregierung, Geld in humanitäre Hilfe und in den Ausbau erneuerbarer Energien zu stecken, statt langfristige Aufrüstungsprojekte zu finanzieren. Die würden der Ukraine militärisch ohnehin nicht kurzfristig weiterhelfen. Der Aufruf gegen die Rüstung traf nicht bei allen Demonstrierenden auf Zustimmung. Eine Teilnehmerin forderte mit lauten Zwischenrufen Waffenlieferungen für die Ukraine, die das Land zur Verteidigung brauche.

Fridays-for-Future-Bewegung protestiert gegen Putins Krieg: Schnelle Hilfe für Geflüchtete

Neben den Forderungen zur Energiewende betonten die Aktivist:innen auch ihren Wunsch, Geflüchteten schnell und unbürokratisch in Deutschland Schutz zu gewähren. Dem Aufruf der Klimabewegung folgten nicht nur junge Menschen. Vom Nachwuchs im Kinderwagen bis zur Seniorin waren alle Altersgruppen vertreten. Luisa (21) und Sina (23) waren schon häufiger auf Demonstrationen von Fridays for Future.

Krieg in der Ukraine

Alle Entwicklungen zum Ukraine-Konflikt in der Übersicht.

Dass es heute nicht ausschließlich um das Klima gegangen sei, störte die beiden jungen Frauen nicht: „Es ist gar nicht nötig, die Forderung nach mehr Klimaschutz und nach einem Ende des Krieges gegeneinander auszuspielen“, sagt Sina. Luisa ergänzt: „Beides hängt so eng zusammen. Dieser Krieg verstärkt nur die Forderungen nach dem Ausbau erneuerbarer Energien, für die wir normalerweise ohnehin demonstrieren.“ Man sehe hier die Auswirkungen der fossilen Energieerzeugung so akut wie selten.

Mit der Demonstration wollen die Aktivist:innen sich mit der ukrainischen Klimaschutzbewegung solidarisieren, die zu weltweiten Protesten aufgerufen hatte.

Fridays-for-Future-Bewegung protestiert gegen Putins Krieg: Demo auch in Wiesbaden

Auch in Wiesbaden gingen am Donnerstag rund 250 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straße. Bei den Protestierenden handelte es sich überwiegend um Schülerinnen und Schüler. Sie versammelten sich in den Innenstadt in der Nähe des hessischen Landtags und hielten Transparente hoch mit Aufschriften wie „Putin stopp den Wahnsinn“ oder „Stand with Ukraine“.

Viele Plakate waren in blau und gelb gehalten, den Nationalfarben der Ukraine. In Reden riefen die Jugendlichen dazu auf, den Krieg zu stoppen, damit das Leid der Menschen in der Ukraine beendet wird. Auch hier hatte die örtliche Fridays-for-Future-Gruppe die Demonstration organisiert. (mit dpa)

Ukraine und Russland erzielen am Donnerstagabend (03.03.2022) Einigung bei Verhandlungen um humanitäre Korridore.

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