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Einer von zwei neuen Pollern auf dem für Autos verbotenen Weg zum Freibad Eschersheim.
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Einer von zwei neuen Pollern auf dem für Autos verbotenen Weg zum Freibad Eschersheim.

Nidda-Radweg

Frankfurter Freibad Eschersheim: Autos weg, Poller da

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Nidda-Schleichweg zum Schwimmbad ist Geschichte. Wie es dazu kommen konnte, bleibt rätselhaft.

Badewetter ist in diesem Sommer leider Mangelware. Als es gerade mal ein paar Tage davon gab, im Juni, brausten plötzlich Autos zum Freibad, wo sie gar nicht brausen dürfen. Aber das ist jetzt endgültig vorbei. Die Stadt hat Poller installiert. Zwei Stück. In Eschersheim.

Rückblende. Mitte Juni wundern sich Leute, die per Rad oder zu Fuß in Richtung Eschersheimer Freibad unterwegs sind. Sie teilen plötzlich den Uferweg an der Nidda, Teil des Grüngürtel-Rad- und -Wanderwegs, mit Autos. Erst fällt nur ein Wagen auf, kann vorkommen, vielleicht jemand vom Amt, wer weiß. Dann noch einer. Und noch einer.

Auf einmal herrscht reger Verkehr auf dem für Kraftfahrzeuge gesperrten Weg. Nicht nur, dass manche mit erheblichem Tempo an den Leuten vorbeirauschen. Am Schwimmbad angekommen, wird ihnen auch klar: Ich kann hier nicht parken. Und über die Fußgängerbrücke zum Parkplatz geht’s auch nicht. Manche lassen ihr Auto einfach dreist auf dem Uferweg stehen und gehen schwimmen.

Wie konnte das passieren? Seit Jahrzehnten ist die Situation rund ums Eschersheimer Freibad doch dieselbe: ein Parkplatz auf der anderen Seite der Nidda, auf dem im Sommer unbeschreibliches Chaos herrscht – und gegenüber entspannte unmotorisierte Anreise. Warum fahren plötzlich auch dort Autos?

Von Google fehlgeleitet

Ein Vater, ratlos mit dem Söhnchen in der Sackgasse gelandet, zeigt dem FR-Reporter sein Mobiltelefon. Darauf: die Navigations-App der Internetsuchmaschine Google. Und die schickt im Juni alle Autos ans Niddaufer.

Weshalb das so ist, dazu äußert sich Google auf FR-Nachfrage nicht. Die Situation hält einige Tage an. Fahrradclubs demonstrieren vor Ort, nicht nur gegen den Missbrauch des Grüngürtelwegs, auch gegen die Lage drüben, auf der anderen Seite, wo Autos bei Badewetter jeden Quadratzentimeter beparken und teilweise den Bürgersteig unpassierbar machen.

Bald darauf ist der Spuk vorbei, vor allem aus zwei Gründen. Erstens: kein Badewetter mehr. Aber vor allem: Google hat endlich reagiert, die Routenempfehlung geändert und leitet Autos jetzt zum offiziellen Parkplatz.

Seit Freitag nun verhindern zwei Poller, dass sich noch jemand am Radweg im Grünen verfährt, einer an der Seite der A661, einer direkt am Niddaufer, sogar mit aufgemalter Verkehrsinsel, damit nachts niemand dagegen dotzt. Wobei der Poller an der Autobahn so wirkt, als bliebe rechts und links noch Platz, dran vorbeizufahren. „Bislang erreichten uns keine Beschwerden dahingehend“, sagt dazu Michaela Kraft, die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, der FR. „Falls sich zeigt, dass der Poller an der A661 nicht wirksam ist, werden wir dort einen zweiten installieren.“

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