Flughafen Frankfurt

Nordwest-Landebahn öffnet im Juli

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Der Lärm wird wieder stärker verteilt. Coronabedingte Nachtflüge bleiben Ausnahme, versichert die Fluglärmschutzbeauftragte.

Die in der Pandemie gesperrte Landebahn Nordwest soll in der ersten Julihälfte wieder in Betrieb gehen; zunächst nur in reduziertem Umfang. Damit ende faktisch die Zeit, in der sich alle Anflüge auf die Einflugschneisen Hanau, Offenbach, Neu-Isenburg beziehungsweise Mainz, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim, Rüsselsheim und Raunheim konzentrierten, teilte die Fluglärmkommission Frankfurt nach ihrer Sitzung am Mittwoch mit. „Ab Juli findet in Teilen also wieder eine regionale Verteilung des durch landende Flugzeuge verursachten Lärms statt.“

Das Gremium sprach auch über die Zunahme von Flügen in der Mediationsnacht zwischen 23 und 5 Uhr. Fluglärmschutzbeauftragte Regine Barth sagte, neben dem Rückholen gestrandeter Urlauber weltweit seien sie teils notwendig gewesen, um dringend benötigte medizinische Produkte wie Atemschutzmasken zu beschaffen. Die Kommission habe glaubhaft vorgetragen, „dass bei der Frage, wann ein besonderes öffentliches Interesse vorliegt, vor Erteilung der Ausnahmegenehmigung sehr sorgfältig abgewogen wurde“. Nach dem Ende des Lockdowns sei die Zahl der Flüge in der Mediationsnacht zuletzt wieder deutlich gesunken.

Die Kommission will jetzt Vorschläge erarbeiten, wie der Flugverkehr auch unter Lärmschutzgesichtspunkten qualitativ deutlich besser aufgestellt werden kann.

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