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Trotz Pandemie zieht es viele Menschen in die Ferne.
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Trotz Pandemie zieht es viele Menschen in die Ferne.

Frankfurt

Frankfurter Flughafen: Fraport im Aufwind

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Der Konzern schreibt schwarze Zahlen dank Millionenhilfe von Bund und Land. Der Sommer bringt einen erheblichen Anstieg der Passagierzahlen.

Einen positiven Zwischenbericht hat Fraport am Dienstag für das erste Halbjahr vorgelegt: Der Passagierverkehr ziehe im Sommer stark an, die Kosten hätten sich deutlich reduziert. Und dank der „Sondereffekte“ schreibt das Unternehmen trotz Corona-Pandemie schwarze Zahlen. Bund und Land Hessen unterstützten Fraport mit 160 Millionen Euro für die Aufrechterhaltung der Flughafeninfrastruktur während des ersten Lockdowns.

Ohne die Millionenzuschüsse sähe das Ergebnis anders aus. Die Pandemie belastet weiter das Geschäft. Nach einem schwachen ersten Quartal entwickelten sich die Verkehrszahlen im zweiten Quartal an allen Flughäfen mit Konzernbeteiligung positiv. „Nicht zuletzt dank unserer weltweiten Präsenz sind wir sehr gut aufgestellt, um von der erwarteten Erholung des Reiseverkehrs zu profitieren“, sagte Vorstandschef Stefan Schulte. Fraport könne auch von dem Ausgleich profitieren, den das griechische Parlament beschlossen hätte.

Den Angaben zufolge erholten die Passagierzahlen in Frankfurt sich im Juni deutlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet die Bilanz ein Plus von fast 200 Prozent, das waren rund 1,8 Millionen Passagiere. Im Juli betrug der Zuwachs rund 116 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat - da waren es rund 2,8 Millionen Passagiere. An Spitzentagen erreichten die Passagierzahlen aktuell bereits rund die Hälfte des Aufkommens aus dem Rekordjahr 2019.

Anders als vor der Pandemie konzentriert sich der Verkehr stark auf einzelne Tagesspitzen. Diese Entwicklung stellt Frankfurt nach Darstellung des Vorstandschefs vor neue Herausforderungen. Die Kurzarbeit in den operativen Bereichen sei „deutlich reduziert“. Das vorübergehend geschlossene Terminal 2 sei wieder in Betrieb. Gleichwohl habe „striktes Kostenmanagement“ den operativen Aufwand im ersten Halbjahr um rund 18 Prozent reduziert. Dazu erheblich beigetragen haben müsste der Abbau von 4000 Beschäftigten.

Vom Niveau vor der Pandemie ist der Flughafen allerdings noch weit entfernt. Die Passagierzahlen in den ersten sechs Monaten gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46,6 Prozent auf knapp 6,5 Millionen zurück, da sich die Pandemie im vergangenen Jahr erst ab Mitte März stark negativ auswirkte. Verglichen mit dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2019 lag der Rückgang bei minus 80,7 Prozent. Anders die Situation beim Cargovolumen. Da erreichte Frankfurt mit knapp 1,2 Millionen Tonnen einen Zuwachs von 27,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 (plus neun Prozent).

Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand für Frankfurt ein Aufkommen von unter 20 bis 25 Millionen Fluggästen. Bei den internationalen Konzernflughäfen rechnet er weiterhin mit einer noch dynamischeren Erholung als am Stammsitz.

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