Frankfurt

Frankfurter Feuerwehr twittert am Dienstag über alle Einsätze

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Die Brandschützer bilden einen Tag in der Leitstelle ab, sagen aber auch, wozu sich die sozialen Netzwerke nicht eignen.

Erst kürzlich hat wieder jemand die Frankfurter Feuerwehr angetwittert. Das kommt vor, in der Regel sollen die Brandschützer dann Auskunft darüber geben, warum ein bestimmter Löschzug gerade durch diese oder jene Straße fährt. Diesmal aber teilte ein Twitter-Nutzer über das soziale Netzwerk mit, dass sich auf einem Fahrradweg eine Ölspur befinde – und deshalb mussten die Pressesprecher der Feuerwehr doch mal etwas klarstellen: Auch eine Ölspur auf der Fahrbahn ist ein Notfall, schließlich kann es dadurch zu Unfällen kommen. Und um Notfälle mitzuteilen, eignet sich Twitter nicht. Dafür gibt es die Rufnummer 112.

Doch abgesehen von den eher seltenen Fällen, in denen Hilfeleistungen über die sozialen Medien angefordert werden, sind sie bei der Feuerwehr Frankfurt vollauf zufrieden mit der Resonanz auf den vor knapp neun Jahren eingerichteten Twitter-Account. Knapp 112 000 Follower haben die Brandschützer. Am heutigen Dienstag, dem europäischen Tag des Notrufs, starten sie ein sogenanntes Twitter-Gewitter.

Europäischer Tag der 112

Dabei twittert die Feuerwehr von morgens um acht bis abends um 20 Uhr über jeden Anruf, der in der Leitstelle eingeht. Die Follower sollen das breite Spektrum der Einsätze erfahren, sagt Andreas Mohn, Sprecher der Brandschutzdirektion. So twittern seine Kollegen von der Pressestelle und er heute über Brände und Fehlalarme, über Unfälle und „internistische Notfälle“. Bei den Einsätzen der Rettungswagen, die ebenfalls über die 112 koordiniert werden, bleibt die Feuerwehr bewusst etwas vage. Schließlich sollen die Persönlichkeitsrechte der Menschen, die mit Herzinfarkt oder Schlaganfall in eine Klinik gebracht werden, unbedingt gewahrt bleiben.

Erstmals hatte die Feuerwehr im Jahr 2015 über alle Einsätze getwittert – damals allerdings 24 Stunden lang. Zwischen 350 und 400 Anrufe laufen in der Leitstelle in Eckenheim in dieser Zeit auf. Seinerzeit war die Frankfurter Feuerwehr Vorreiterin bei der Twitternutzung. Mittlerweile sind andere Branddirektionen nachgezogen. 50 von 113 Feuerwehren in Deutschland beteiligen sich am Twitter-Marathon.

Berichten will die Wehr heute nicht nur über aktuelle Einsätze. Eingestreut werden auch Zahlen, Daten und Fakten zur Feuerwehr – etwa der Umstand, dass sich europaweit unter der 112 immer eine Rettungsorganisation meldet.

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