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Elke Tafel-Stein scheidet nach 20 Jahren aus dem Römer aus.

Kommunalwahl

Frankfurter FDP stellt Liste der Kandidatinnen und Kandidaten auf

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der Parteitag am Samstag im Bürgerhaus Bornheim bringt personelle Veränderungen mit sich.

Sie gehörte dem Römer 20 Jahre lang an. Zunächst als Fraktionsmitglied der SPD, seit 2008 für die FDP. Nun beendet die Stadtverordnete Elke Tafel-Stein ihre kommunalpolitische Laufbahn. Die Expertin für Planungspolitik, die stets investorenfreundlich auftrat und von Instrumenten wie der Mietpreisbremse extrem wenig hält, wird zwar voraussichtlich noch auf der Liste der FDP für die Kommunalwahl am 14. März stehen. Auf eigenen Wunsch allerdings nur auf einem der hinteren Plätze, die die Parteien nur besetzen, um die Maximalzahl von 93 Kandidatinnen und Kandidaten zu erreichen. Dem nächsten Römer-Parlament wird die 55 Jahre alte gebürtige Frankfurterin definitiv nicht mehr angehören.

Sofern das Gesundheitsamt der FDP nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht, wählen die Freidemokraten am Samstag im Bürgerhaus Bornheim ihre Liste für die Kommunalwahl. Außer der Personalie Tafel-Stein steht fest, dass auch der Stadtverordnete Michael Bross nicht mehr auf einem aussichtsreichen Platz kandidieren wird. Er hatte sich vor dem Parteitag im September bereits als Schatzmeister des Kreisverbands zurückgezogen – zum Bedauern der meisten Mitglieder.

Bei besagtem Parteitag waren Verwerfungen im Vorstand deutlich geworden. In der Folge schieden Katharina Schreiner und Maria-Christina Nimmerfroh aus der Spitze des Kreisverbands aus, der wiedergewählte Vorsitzende Thorsten Lieb ging gestärkt aus der Versammlung hervor.

Am Samstag dürfte es weniger Querelen geben. Zumindest für die ersten vier Plätze sind Kampfkandidaturen unwahrscheinlich. Annette Rinn will Fraktionschefin bleiben, ihr Stellvertreter Stefan von Wangenheim kandidiert für die Position zwei, es folgen Yanki Pürsün und Stephanie Wüst, die ebenfalls bereits dem Stadtparlament angehören.

Spannend könnte das Rennen um den fünften Platz werden. Interesse zeigen Katharina Schreiner, die 2017 für den Bundestag kandidierte und einen überzeugenden Wahlkampf hinlegte, Sebastian Papke aus dem Kreisvorstand und der Stadtverordnete Uwe Schulz, der im Parlament massiv gegen linke Projekte Stimmung machte. Für den sechsten Listenplatz kandidiert Benit Haxhosaj, Vorsitzender der Jungen Liberalen in Frankfurt.

Als Ziel für den 14. März gibt Lieb 9,5 Prozent aus. Mit diesem Ergebnis wäre die Frankfurter FDP der erfolgreichste Kreisverband in einer Großstadt. 2016 holten die Freidemokraten 7,5 Prozent, bei der Europawahl im vorigen Jahr kamen sie in Frankfurt auf 8,1 Prozent.

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