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Frankfurter FDP geht mit Yanki Pürsün in den OB-Wahlkampf

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Von: Georg Leppert

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Yanki Pürsün tritt am 5. März für die FDP an.
Yanki Pürsün tritt am 5. März für die FDP an. © Rolf Oeser

Der Fraktionschef im Römer bekommt beim Parteitag für seine Kandidatur breite Zustimmung. Ein früherer Stadtrat findet aber deutliche Worte gegen Pürsün.

Erstmals seit 2001 tritt die Frankfurter FDP wieder bei einer OB-Wahl an. Damals holte der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Otto 1,8 Prozent. Der Fraktionsvorsitzende im Römer, Yanki Pürsün, soll es nun besser machen. Der Parteitag der Freidemokraten nominierte Pürsün am Mittwochabend mit 88,4 Prozent.

„Wir wollen zeigen, dass wir in Frankfurt politisch mitmischen“, sagte Pürsün, der auch Landtagsabgeordneter ist. Er trete nicht an, um die Wahl abzuschreiben. „Warum soll schon klar sein, dass ein FDP-Bewerber nicht in die Stichwahl kommt?“, fragte der 50-Jährige und erinnerte an die überraschenden Wahlsiege von Petra Roth (CDU) im Jahr 1995 und Peter Feldmann (SPD) 2012. In jedem Fall werde die FDP gestärkt aus der Wahl um das Stadtoberhaupt hervorgehen.

Der FDP-Kreisvorsitzende Thorsten Lieb berichtete von vielen Gesprächen mit „Persönlichkeiten innerhalb und außerhalb der Partei“ über eine Bewerbung. Pürsün sei der „bestmögliche Kandidat“. Dass Peter Feldmann abgewählt wurde, sei vor allem sein Verdienst.

Der frühere Ordnungsdezernent Volker Stein sprach sich gegen Pürsüns Kandidatur aus. Der 50-Jährige sei einfach der Einzige gewesen, der bei Liebs Anfrage „nicht bei zehn auf dem Baum war“. Auch auf seine eigene Kandidatur als unabhängiger Bewerber im Jahr 2018 ging Stein ein. Damals holte er 5,9 Prozent. Pürsün „wird kein besseres Ergebnis erzielen als ich“, sagte Stein. Ein schlechtes Abschneiden bei der OB-Wahl sei kein gutes Signal für die Landtagswahl im Herbst, für die Pürsün auf Listenplatz sieben kandidiert.

Hans-Joachim Otto widersprach. Die „liberale Stimme“ dürfe bei der OB-Wahl nicht fehlen. Er forderte Pürsün auf, im Wahlkampf keine Rücksicht auf die Koalitionspartner der FDP im Römer zu nehmen.

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