Thorsten Lieb (47) will für die FDP in den Bundestag.
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Thorsten Lieb (47) will für die FDP in den Bundestag.

Politik

Frankfurter FDP-Chef Thorsten Lieb will in den Bundestag

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der FDP-Chef in Frankfurt, Thorsten Lieb, möchte in den östlichen Stadtteilen kandidieren. Vor allem aber hofft er auf einen guten Platz auf der Landesliste.

Er will es noch einmal wissen. Nachdem der Frankfurter FDP-Vorsitzende Thorsten Lieb bei der Europawahl im vorigen Jahr denkbar knapp am Einzug ins Europaparlament gescheitert ist, strebt der 47-Jährige jetzt ein Mandat im Bundestag an.

Bei der Abstimmung im Herbst nächsten Jahres will Lieb im Wahlkreis 183 antreten, der die östlichen und südlichen Stadtteile umfasst. Doch Illusionen gibt sich der Rechtsanwalt nicht hin; dass er direkt gewählt werde, sei äußerst unwahrscheinlich. Insofern kommt es für Lieb darauf an, im November einen vorderen Platz auf der Landesliste zu ergattern. Unter den ersten vier Kandidatinnen und Kandidaten sollte er landen, dann würde es für einen Sitz im Bundestag vermutlich reichen – vorausgesetzt, die FDP schafft den Sprung über die Fünfprozenthürde.

Auch im Bundestagswahlkampf will Lieb europapolitische Akzente setzen. Die deutsche Ratspräsidentschaft sei „ambitionslos und visionsfrei“ vorbereitet worden. Dabei müsse Deutschland „gerade jetzt vorangehen, ohne dabei überheblich zu sein“.

Entscheidend wird für Lieb nun der 12. September. Dann trifft sich die Frankfurter FDP im Bürgerhaus Nied. Lieb will sich zum Kandidaten im Wahlkreis 183 wählen lassen. Gleichzeitig sollen ihn die Mitglieder als Vorsitzenden des Kreisverbandes bestätigen. Seine Anwaltszulassung will er behalten – auch wenn er als Bundestagsabgeordneter wohl kaum noch als Jurist tätig sein werde, wie Thorsten Lieb einräumt.

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