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Frankfurter Fans reisen zum Auswärtsspiel bei 22 Grad

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Von: Georg Leppert

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Auf ein volles Haus, darf die Eintracht kommende Woche noch nicht hoffen.
Auf ein volles Haus, darf die Eintracht kommende Woche noch nicht hoffen. © dpa

5000 Eintracht-Fans unterstützen ihr Team in Sevilla – auch die Ultras sind dabei. Das könnte beim Rückspiel schon wieder anders sein.

Viele Wege führen nach Sevilla. Die meisten davon sind teuer. Oder strapaziös. Oder beides.

Die rund 5000 Eintracht-Fans, die ihre Mannschaft am heutigen Mittwoch beim Auswärtsspiel in der Europa League gegen Real Betis unterstützen, nehmen jedenfalls einiges auf sich. Teils sind sie 20 Stunden und mehr unterwegs, weil sie in Madrid oder Lissabon lange Aufenthalt haben. Teils hält sich die Reisezeit zwar einigermaßen in Grenzen, dafür zahlen sie 600, 700 oder gar 800 Euro für den Flug. Sofern sie nicht das Glück hatten, einen der wenigen Plätze im Tagesflieger der Fan- und Förderabteilung zu ergattern.

Aber was heißt hier Glück. Das Angebot kostet zwar nur 390 Euro per Person und beinhaltet schon die in Spanien auch nicht gerade billige Eintrittskarte. Doch das Flugzeug hebt am Mittwochmorgen schon früh in Frankfurt ab, zurück geht es gegen 2 Uhr nachts, Ankunft dann kurz nach Ende des Nachtflugverbots um 5 Uhr. Muss man mögen, so etwas.

Am Dienstag sind jedenfalls zumindest schon Fans in der Stadt in Andalusien, in der es heute (Achtung: Neidfaktor) bis zu 22 Grad warm werden soll. Vereinzelt schallen Gesänge über die Plätze, und in den Kneipen zieht der Umsatz schon etwas an.

Mit von der Partie sind auch die Ultras – zum ersten Mal seit rund zwei Jahren. Zwar waren seit Beginn der Corona-Krise zumindest bei den meisten Spielen Zuschauer:innen zugelassen – wenn auch nur in begrenzter Zahl. Allerdings nur unter Bedingungen, die die Ultras für inakzeptabel halten. Insbesondere gilt in Frankfurt das 2G-Plus-Modell, was einzelne Mitglieder der Gruppe ausschließt. Getreu dem Motto „Alle oder keiner“ blieben die Ultras den Spielen fern und verfolgten sie gemeinsam im Fernsehen. Da es in Sevilla aber keine Zugangsbeschränkungen gibt, sind die Ultras wieder dabei.

Nur 25 000 Fans in Frankfurt

Das könnte beim Rückspiel in Frankfurt am Donnerstag kommender Woche schon wieder anders aussehen. Zwar sollen die meisten Corona-Beschränkungen drei Tage später entfallen. Aber diese drei Tage machen eben einen Unterschied. Die Eintracht könne nicht mit einem vollen Haus rechnen, sagt der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) auf Anfrage der FR. Der Stadt seien die Hände gebunden, die Verordnung des Landes sei eindeutig. In den sozialen Medien sorgt diese Auskunft für Empörung und Wut. Doch es hilft nichts. Stand jetzt dürfen nur 25 000 Fans kommen.

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