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Die Auswahl auf dem Erzeugermarkt kann einen schwindelig machen.

Wirtschaft

Frankfurter Erzeugermarkt feiert Jubiläum

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Seit 30 Jahren bieten die Stände an der Konstablerwache nun schon regionale Produkte an. am 3. Oktober wird dort das langjährige Bestehen gefeiert.

Der Erzeugermarkt an der Frankfurter Konstablerwache gehört mittlerweile vermutlich so sehr zu Frankfurt wie die Grüne Soße. Jeden Donnerstag von 10 bis 20 Uhr und jeden Samstag von 8 bis 17 Uhr bieten hier rund 50 Erzeuger aus der umliegenden Region an ihren Ständen Fleisch, Käse, Gemüse, Obst und viele andere Produkte an.

In diesem September feiert der Erzeugermarkt sein 30-jähriges Bestehen. „Eigentlich feiern wir doppeltes Jubiläum“, sagt Michael Lorenz von Management für Hafen und Markt Frankfurt. „Der Samstag des Marktes wird 30 Jahre alt, den Donnerstag gibt es erst seit 15 Jahren.“ Der Konsti-Markt, wie er von einigen genannt wird, sei der größte der Stadt. Insgesamt gebe es 20 Standorte in Frankfurt mit insgesamt 25 Markttagen im Monat, sagt Lorenz.

Von Anfang an dabei ist Thomas Wolff vom Gemüse-Stand Querbeet. Heute ist er dazu auch noch im Vorstand des Marktvereins tätig. Knapp 40 Stände habe es zur Gründungszeit auf dem Platz gegeben, erinnert er sich. „Früher war hier alles noch improvisierter, da wurden dann noch am Morgen kleine Holzhütten für den Verkauf gebaut“, sagt er. Mittlerweile sei es alles professioneller, natürlich auch wegen der Hygienestandards.

Am 3. Oktober feiern von 10 Uhr bis 18 Uhr die Erzeuger das 30-jährige Bestehen des Marktes.

Rund 30 Stände werden ihre Waren zum Verkauf anbieten. Darüber hinaus gibt es ein buntes Programm mit Workshops, Musik und Bühnen, einem Kinderkarussell und lebenden Tieren.

Aber der Markt bedeutet für die Erzeuger auch eine große Herausforderung. Wenn samstags die letzten Nachtschwärmer aus den Clubs und Bars über den Platz wanken, dann sind Menschen wie Thomas Wolff schon dabei, ihre Stände aufzubauen, damit der Verkauf um acht Uhr beginnen kann. „16 Stunden-Tage sind da keine Seltenheit“, sagt Wolff. „Das hier macht man aber dann mit dem Herzen, voll und ganz.“ Die Händler stehen zudem bei jedem Wind und Wetter und nicht nur bei schönen 20 Grad und Sonne auf dem Platz.

Dafür können die Kunden, die aus den verschiedensten Stadtteilen und Bevölkerungsschichten kommen, eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln kaufen – alles von Erzeugern aus der Region. Dazu gibt es Stände zum sofortigen Verzehr von Speis und Trank, an denen beispielsweise die Laufkundschaft ihr Mittagessen einnehmen kann.

Lesen Sie auch: 30 Jahre Markt an der Konstablerwache Frankfurt

Auch für Stadtrat Markus Frank ist der Erzeugermarkt nicht mehr aus Frankfurt wegzudenken. Bei seiner Gründung sei der Markt zwar nicht unumstritten gewesen, dennoch sei er froh, dass die Gründer damals dafür gestritten und die Idee umgesetzt hätten. „Kunden interessieren sich immer mehr dafür, wo ihr Essen herkommt“, sagt er. Da sei so ein Markt doch perfekt und ein großartiges Zeichen. Privat könne er empfehlen, niemals hungrig auf den Markt zu gehen. „Das, was man dann alles kauft, kann man nicht alleine essen.“

Das Jubiläumsfest am 3. Oktober, das von 10 bis 18 Uhr dauert, steht unter dem Motto „30 Jahre Regionales für die Stadt“. Neben einem umfangreichen Programm soll hier auch auf einem Podium erörtert werden, wie die Zukunft des Marktes aussehen soll. Stadtrat Frank hofft, dass der Erzeugermarkt noch mindestens weitere 30 Jahre an seinem Platz bleiben wird.

Weitere Informationen zum Markt und Jubiläumsfest gibt es im Internet unter www.erzeugermarkt-konstablerwache.de.

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