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Menschen dürfen wieder in den Zoo, aber es ist noch nicht alles wie vorher.

Zoo Frankfurt

Frankfurter Ein-Euro-Zooticket kommt wieder

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Die Ermäßigung für Menschen mit geringem Einkommen war ausgesetzt, soll aber zügig wieder gelten. Für den Mai gibt es nur noch wenige Eintrittskarten in den Zoo.

Der Zoo ist wieder geöffnet – für viele eine Freude, für einige ein Problem. „Ich merke, dass ich ziemlich traurig bin“, schreibt FR-Leser Jürgen W. (Name geändert): „Ich kann aktuell nämlich nicht in den Zoo.“ Der Grund: „Für mich (bzw. meine soziale Randgruppe)“ seien die Preise enorm gestiegen.

Das ist keine Absicht, aber Fakt. Zur Wiedereröffnung unter Sicherheitsvorkehrungen und mit Online-Tickets hat der Zoo einen Einheits-Eintrittspreis von fünf Euro für alle ab sechs Jahren festgelegt. Damit war die Ermäßigung für Inhaber des Frankfurt-Passes (sie zahlen bisher nur einen Euro) perdu. W. erhielt auf seine Beschwerde den Hinweis, Sonderregelungen könnten in der Übergangszeit nicht übernommen werden.

Für ihn bedeute das: ein Mal in den Zoo gehen und dafür ein Mal weniger im Supermarkt einkaufen, rechnet er vor. „Aber bei Mehrfamilienhaushalten summiert sich das, wenn – und so sieht die Realität leider aus – nicht nur eine Person einen Frankfurt-Pass hat und die Kinder endlich in den Zoo wollen.“

„Das Problem ist bekannt“, sagt die Zoo-Kommunikationschefin Christine Kurrle. Es habe mehrere Beschwerden gegeben, aber für die Lösung seien Absprachen mit dem Jugend- und Sozialamt nötig gewesen. Die sind jetzt erfolgt – Resultat: Am heutigen Mittwoch oder am Donnerstag wird es die Ermäßigung wieder geben. „Die Frankfurt-Pass-Inhaber sollen dann bitte ebenfalls online buchen, den entsprechenden Punkt anklicken und am Zooeingang ihren Pass dabeihaben“, sagt Christine Kurrle.

Die Tickets – jeweils für Drei-Stunden-Zeitfenster ab 9, 12.30 oder 16 Uhr – sind aber schon knapp: Fast der gesamte Mai ist ausgebucht, nur für den 27., 28. oder 29. gab es am Dienstag noch Karten. Wie es weitergeht, soll im Lauf der Woche entschieden werden. „Wir sind froh über das riesengroße Interesse, aber es ist auch schade, dass nicht alle ein Ticket bekommen“, sagt Kurrle. Deshalb sei man dabei zu überlegen, wie sich der Betrieb optimieren und Engstellen entzerren ließen. Erst dann sei daran zu denken, das Kontingent zu erhöhen.

Die Tierpflegerinnen und Pfleger, die Leute in der Futterküche und in der Tierquarantänestation arbeiten weiterhin in zwei getrennten Schichten. Damit vermeidet der Zoo das Risiko, dass im Falle einer Infektion die ganze Belegschaft in die Isolation muss. Der Tierpark wäre dann komplett lahmgelegt.

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