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Die Bergungsversuche am Kranausleger mussten abgebrochen werden.

Nach dem Sturm

Frankfurter Dom: Wind verhindert Bergung von umgestürzten Kran

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Der Abbau des Krans, der auf den Dom gestürzt ist, gestaltet sich schwierig. Starker Wind verhindert die Bergung.

Der Kran, der durch das Orkantief „Sabine“ auf den Kaiserdom gekracht ist und das Dach schwer beschädigt hat, konnte am Dienstag nicht geborgen werden. „Die Arbeiten mussten am Nachmittag abgebrochen werden“, sagte Wiebke Reimann, Pressereferentin im Kirchendezernat. Am Mittwochvormittag wolle man einen neuen Versuch starten.

Der Wind hatte am Dienstagnachmittag eine Weiterführung der Arbeiten unmöglich gemacht. Zwar konnten bereits einige Teile vom Kran abgebaut werden, doch „für das ungeschulte Auge“ sei wohl noch nichts erkennbar. Das genaue Ausmaß der Schäden könne erst festgestellt werden, wenn der Kran gänzlich entfernt sei und man freien Zugang habe. Eine erste Begutachtung hatte ergeben, dass einige Holzbalken im Dachstuhl unter dem tonnenschweren Gewicht zersplittert sind. Die Stahlträger, die den weiteren Sturz des Krans verhinderten, seien beschädigt, so die Einschätzung der Fachleute.

Ein kleineres Loch, dass die Kette des Krans ins Dach geschlagen hatte, konnte aber bereits provisorisch verschlossen werden, damit kein Wasser eindringen kann. Auch das große Loch, in dem noch der Kran steckt, soll zunächst provisorisch geschlossen werden.

Die Feuerwehr Frankfurt zog bereits am Montagnachmittag ein Fazit. Demnach gab es 112 Einsätze im Zeitraum von Sonntag, 15 Uhr, bis Montag, 15 Uhr. Im Wesentlichen wurden umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste beseitigt sowie lose Dachteile gesichert, teilte die Feuerwehr mit. Am Dienstag gab es keine Einsätze mehr aufgrund des Sturmes.

Auch am Frankfurter Flughafen war wieder Normalität eingekehrt. Wie eine Fraport-Sprecherin mitteilte, sei es aufgrund des Windes gestern noch zu vereinzelten, aber nicht erheblichen Verspätungen gekommen.

Für die Besucher des Palmengartens hatte das Orkantief auch am Dienstag noch spürbare Auswirkungen. Aus Sicherheitsgründen blieb der große Garten im Westend gestern den ganzen Tag geschlossen. Am Mittwoch wollte die Direktion erneut über eine mögliche Öffnung beraten. Der Zoo hatte am Dienstag hingegen wieder ganz normal geöffnet.

Auch beim Großteil der Frankfurter Schulen konnte wieder Normalität verkündet werden. Der Unterricht fand fast überall wie gewohnt statt. An der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen fiel der Unterricht allerdings noch aus. Auf dem Dach der Schule wurden am Dienstag aber lose Bleche befestigt und zusätzlich gesichert. Eine zusätzliche Kontrolle der restlichen Bleche lieferte keine weiteren Schäden, so ein Sprecher des Baudezernats. Der Schulbetrieb könne ab heute wieder aufgenommen werden.

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