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Frankfurter: Die vielen Zeichen des Fußballs vor der Heim-EM 2024

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Von: Timur Tinç

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Talk über das Ehrenamt: Joachim Kühn, Susanne Wolter, Celia Sasic, Phillip Lahm und Mike Josef (von vorne nach hinten). rolf oeser
Talk über das Ehrenamt: Joachim Kühn, Susanne Wolter, Celia Sasic, Phillip Lahm und Mike Josef (von vorne nach hinten). rolf oeser © Rolf Oeser

Vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-EM 2024 am Sonntag in der Frankfurter Festhalle stehen am Freitag in der Paulskirche die Ehrenamtlichen im Fokus. Von der EM erhoffen sich alle Verantwortlichen Signale und Botschaften in die Welt.

Mike Josef musste sich in den vergangenen Tagen mehrmals auf folgende Frage eine Antwort geben: „Was findet denn da statt bei euch?“ An prominenten Stellen in Frankfurt hängen seit einigen Tagen große blaue Fahnen mit dem Logo der Fußball-Europameisterschaft 2024, die in Deutschland stattfinden wird. Eine der größten davon am Römer, dem Arbeitsplatz von Sport- und Planungsdezernent Josef. Die Erklärung fiel dem Sozialdemokraten leicht: An diesem Sonntag werden die Qualifikationsgruppen für das Turnier in der Festhalle ausgelost. Vertreterinnen und Vertreter aus 53 Nationen werden nach Frankfurt kommen. Und um sich auf die EM einzustimmen hat die Stadt am Freitag zu einem Abend für den Fußball in die Paulskirche eingeladen. Während am Sonntag die Offiziellen vom europäischen Fußballverband Uefa und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Vordergrund stehen, „wollen wir mit diesem Abend den Breiten- und Spitzensport zusammenbringen“, betonte Josef.

16 000 Volunteers nötig

So saßen gestern Abend nicht nur Josef, EM-Turnierdirektor Phillip Lahm und EM-Botschafterin Celia Sasic auf der Bühne, sondern auch Joachim Kühn und Susanne Wolter. Beide werden bei der EM zu den insgesamt 16 000 Freiwilligen zählen, die in den zehn Gastgeberstädten für das Gelingen rund um das Turnier sorgen sollen. „Wir haben das gemeinsame Ziel, ein Event ohne Zwischenfälle über die Bühne zu bringen“, sagte Wolter. Es sei eine tolle Erfahrung mit so vielen Menschen zusammenzukommen.

Ab Juni 2023 kann man sich auf einer Volunteer-Onlineplattform anmelden. Sasic betonte, dass man das Turnier als Impulsgeber nutzen wolle für die gesamte Gesellschaft. „Es gibt bereits viele tolle Ideen für das Ehrenamt und wie wir es stärken können.“ Darauf hofft auch Dezernent Josef, der es dramatisch findet, dass sich bundesweit zuletzt 17 Prozent weniger Unter-Sechsjährige in Vereinen angemeldet haben. Auch weil es nicht genügend Ehrenamtliche gebe.

Am Freitagabend gab es auch mehrere Appelle, mit der Europameisterschaft Zeichen in die Welt zu senden. „Ein Zeichen des Friedens“, wie es Staatssekretär Stefan Sauer aus dem Hessischen Innen- und Sportministerium angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine formulierte. Mike Josef sprach von einem „Zeichen für die Menschen“ mit Hinblick auf die Fußball-WM in Katar. Es gehe darum, die Werte des Fußballs nach außen zu tragen, „dass wir alle gleich behandeln und das Rassismus, Diskriminierung, und Antisemitismus keinen Platz haben“.

Aus den vier Wochen des Turniers vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024 solle etwas nachhaltiges Entstehen. Die Stadt Frankfurt wird dafür 30 Millionen Euro ausgeben. Rund die Hälfte des Geldes wird für eine Fanzone am nördlichen Mainufer benötigt, wo bis zu 30 000 Fans Platz finden und die EM-Spiele auf riesigen Leinwänden verfolgen sollen. Mit freundlicher Unterstützung ganz vieler Volunteers.

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