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Oberforsthaus in Frankfurt: Amt für Bau und Immobilien ist ungeeignet

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Von: Oliver Teutsch

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Das Oberforsthaus verfällt vor sich hin.
Das Oberforsthaus verfällt vor sich hin. © Monika Müller

Die Stadt vernachlässigt ihre Erhaltungspflicht beim Oberforsthaus. Das muss sich schleunigst ändern. Ein Kommentar.

Frankfurt – Es ist legitim für eine Stadt, bei der Erhaltung denkmalgeschützter Gebäude auf einen Investor zu setzen. Schließlich soll ein solches Kulturgut auch langfristig genutzt werden und nicht nur als restaurierte Staffage herumstehen. Doch wenn sich auch nach mehreren Jahren noch kein Abnehmer gefunden hat, muss eine andere Lösung her.

Denn die Stadt Frankfurt als Eigentümerin des geschichtsträchtigen Pferdestalls hat eine gesetzlich verankerte Erhaltungspflicht, die das städtische Denkmalamt und das Landesamt an vielen anderen Stellen bei Privatleuten auch nachdrücklich einfordern. Doch im Falle des Oberforsthauses wurde diese Erhaltungspflicht vonseiten der Stadt selbst sträflich vernachlässigt.

Oberforsthaus in Frankfurt verkommt zur illegalen Lagerstätte

Dringliche Sanierungsmaßnahmen sind über Jahrzehnte ausgeblieben. Schon seit 2019 sollte dann ein Notdach her, das nun nach dem Brand noch dringlicher gebraucht wird. So verkam das Oberforsthaus im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte vom beliebten Ausflugslokal zur illegalen Lagerstätte.

Es mutet seltsam an, dass eine Stadt einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, um eine neue Altstadt aus dem Boden zu stampfen, aber kaum Ambitionen zeigt, ein noch bestehendes Kulturdenkmal zu erhalten.

ABI in Frankfurt völlig ungeeignet

Das hoffnungslos unterbesetzte Amt für Bau und Immobilien mag angesichts fehlender Schulen und Kitas dringlichere Probleme haben als die Bewahrung eines alten Pferdestalls am Rande des Stadtwalds. Doch dann ist das Amt als Eigentümer solch einzigartiger Kulturdenkmäler auch eine völlige Fehlbesetzung. (Oliver Teutsch)

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