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Am Frankfurter Günthersburgpark fordern diese Demonstrierenden die Freilassung des Kurdenführers Öcalan. Foto: Rolf Oeser
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Am Frankfurter Günthersburgpark fordern diese Demonstrierenden die Freilassung des Kurdenführers Öcalan.

Demonstrationen in Frankfurt

Frankfurter Demonstrierende verbünden sich

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
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Erneut liegt ein Wochenende der Demonstrationen hinter Frankfurt - ob für die Freilassung Abdullah Öcalans oder gegen ein Neubaugebiet am Günthersburgpark.

Die beiden Pflanzlöcher im Boden des Günthersburgparks blieben am Samstagnachmittag zunächst noch ungenutzt. Zur Demonstration „Ökologie ist essenziell für Demokratie & Frieden“ hatten sich mehr als 100 Teilnehmende mit Mund-Nasen-Bedeckung vor dem westlichen Eingang des Parks, an der Rohrbachstraße, versammelt. Viele trugen lilafarbene Leibchen mit der Aufschrift „Die Zeit ist reif! Freiheit für Abdullah Öcalan“ sowie Fahnen mit dem Konterfei des in der Türkei inhaftierten Kurd:innenführers Abdullah Öcalan.

Von Hanau bis Straßburg

Anlässlich des sogenannten „Langen Marsches“, der seit der Verhaftung Öcalans im Februar vor 22 Jahren alljährlich um diese Zeit organisiert wird, war zu der Demonstration aufgerufen worden. Am Vortag hatte der Marsch symbolisch in Hanau begonnen und soll nach weiteren Zwischenstationen am kommenden Samstag in Straßburg vor dem Europäischen Parlament enden. In diesem Jahr erhielten die kurdischen Aktivist:innen Unterstützung durch ein Bündnis verschiedener ökologischer und linker Initiativen, unter anderen von „Stadt für alle“ sowie „Wald statt Asphalt“. Eine kleinere Gruppe von Demonstrierenden dieser Initiativen hatte sich aus diesem Grund im oberen Teil des Günthersburgparks getroffen, um zwei Obstbäume direkt am Wegesrand einzupflanzen. Felicitas Jost sagte: „Ein Pflaumen- und ein Mirabellen- oder Pfirsichbaum sollen gepflanzt werden“. Die 52-Jährige ist Mitglied der Initiativen „Grüne Lunge bleibt“, die sich gegen eine Bebauung des nördlich vom Günthersburgpark gelegenen Geländes einsetzt und „Women defend Rojava“, die sich mit kurdischen Frauen in nord- und ostsyrischen Gebieten solidarisiert hat. Sie berichtete: „Früchte für alle, für eine bessere Gesellschaft“ sei ein Grundgedanke hinter der Pflanzaktion. Daneben sollten die Bäume zum Gedenken an „zu Tode gekommene“ Aktivist:innen dienen. „Frieden ist ohne ökologisches Bewusstsein nicht denkbar“, sagte Erdelan Baran als Sprecher der Demoveranstaltenden. Dilan Akdogan, eine kurdische Aktivistin, die aus Saarbrücken zur Demo angereist war, freute sich über die Unterstützung. Die 28-Jährige rief: „Menschenrechte sind universell und müssen überall verteidigt werden“.

Um den Demozug, der mehrere Stunden durch die Frankfurter Innenstadt bis Sachsenhausen ziehen und an der Hauptwache enden sollte, nicht länger aufzuhalten, entschied sich die kleine Gruppe dazu, die Bäume erst im Anschluss einzupflanzen und erst einmal zu den anderen Demonstrierenden zu stoßen, die an der Rohrbachstraße warteten. Insgesamt, so sagte ein Polizist, seien 150 Teilnehmende zusammen gekommen. Yvonne Heine, eine weitere Sprecherin der Veranstaltenden, die auch bei dem Düsseldorfer Verein „Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden“ aktiv ist, schätzte die Zahl auf 200. Heine sagte, Ökologie sei neben „der Geschlechterbefreiung ein Grundpfeiler im Hinblick auf einen demokratischen Entwicklungsprozess“. Als sich der Demozug in Bewegung setzte, folgten zum Schutz rund zwei Dutzend Kleinbusse der Polizei. Mehrere große Banner wurden getragen mit Aufschriften wie „Faschismus zerstören. Freiheit erkämpfen“ sowie „Gemeinsam verändern wir die Welt!“.

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