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Die Frankfurter Buchmesse findet 2021 auf dem Messegelände und im Internet statt. Foto: Renate Hoyer
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Die Frankfurter Buchmesse findet 2021 auf dem Messegelände und im Internet statt.

Literatur

Frankfurter Buchmesse will ganzjährig präsent sein

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Vom 20. bis 24. Oktober trifft sich die Buchbranche wieder bei Live-Veranstaltungen in Frankfurt und im Internet. Doch in Zukunft soll sich die Messe über das ganze Jahr erstrecken..

Die Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr unter dem Motto „Re:connect“ als hybrides Format stattfindet, soll sich zu einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe in hybrider Form weiterentwickeln. Das gaben Buchmesse-Direktor Juergen Boos und sein Team am Dienstag bei der Programmvorstellung bekannt. „Die Zukunft der Messen ist hybrid und ganzjährig“, sagte Ruth Kumpmann, die für den Vertrieb zuständig ist. „Wir werden hybrid werden.“

Von 20. bis 24. Oktober bietet die Buchmesse mit dem Ehrengastland Kanada ein hybrides Format an. Zahlreiche Veranstaltungen sind in den digitalen Raum verlagert oder werden ins Netz übertragen. Auf dem Messegelände sind 25 000 Besucherinnen und Besucher am Tag zugelassen. Sie können sich in zwei Testzentren am Messegelände testen lassen und müssen die 3G-Regeln befolgen.

Die Buchmesse hat für die Präsenzveranstaltungen ein Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Messe Frankfurt und dem Frankfurter Gesundheitsamt erarbeitet. Es sieht große Eingangsbereiche und sechs Meter breite Gänge vor. In den Gebäuden herrscht Masken- und Abstandspflicht. Wenn man sich hinsetzt, kann man die Maske absetzen. Per Video wird überwacht, dass sich in den Messehallen keine Menschen ballen. Vor-Ort-Sicherheitskräfte lösen mögliche Gruppen auf.

Viele Aussteller kommen aus europäischen Ländern, unter anderem Frankreich und den künftigen Ehrengastländern Spanien (2022), Slowenien (2023) und Italien (2024). Die meisten Verlage werden sich an sogenannten Länderständen zusammenfinden. Aussteller aus Nord- und Südamerika und Asien bleiben pandemiebedingt größtenteils fern. Die Verlage präsentieren sich in den Messehallen 3, 4 und 6. In Messehalle 3 wird Literatur, Sachbuch, Ratgeber, Kinder- und Jugendbuch, Kunst, Religion und Bildung zu finden sein. In den Hallen 4 und 6 sind europäische und internationale Verlage und Titel sowie Wissenschaft zu finden.

Die Fakten

Die Frankfurter Buchmesse ist für Fachbesucherinnen und Fachbesucher von Mittwoch, 20. Oktober, bis Sonntag, 24. Oktober geöffnet. Ehrengastland ist Kanada. Für das Publikum ist die Buchmesse von Freitag bis Sonntag zugänglich. Die Eröffnung ist am Dienstag.

In diesem Jahr sind 1500 Aussteller aus 74 Ländern auf dem Messegelände vertreten. Die meisten Verlage gruppieren sich an Länder-Ständen, von denen es 41 geben wird. Täglich sind 25 000 Besucherinnen und Besucher auf dem Messegelände zugelassen. Bücher werden an allen Tagen verkauft. Die Verlage präsentieren sich in den Hallen 3, 4 und 6. Auf der Agora gibt es Essensstände und das „Frankfurt Studio“ mit hybriden Veranstaltungen. Auf der ARD-Bühne in der Festhalle finden Lesungen und Debatten statt. Weitere Lesungen gibt es beim Bookfest.

Tageskarten sind erhältlich auf www.buchmesse.de ab 19 Euro/10 Euro ermäßigt. fle

Das Ehrengastland Kanada hat einen eigenen Pavillon. In der Festhalle bietet die ARD-Bühne ein Programm mit Lesungen und Diskussionen an, das teilweise auch im Fernsehen gezeigt wird. Am Mittwoch findet dort die „Canada Night“ statt, am Donnerstag die HR2-Hörbuchnacht, am Freitag die ARD-Bühnennacht, am Samstag ein Literaturtalk der „Zeit“.

Auf der Agora, dem Innenhof der Messe, finden zwei Dutzend Veranstaltungen der Verlags- und Kreativbranche im „Frankfurt Studio“ statt, die auf eine Leinwand sowie ins Netz übertragen werden. Das „Bookfest City“ bietet in diesem Jahr an 19 Orten in Frankfurt Lesungen mit 80 Autorinnen und Autoren an. Gleichzeitig veranstaltet das Frankfurter Kulturamt das Lesefest „Open Books (Dienstag, 19. Oktober, bis Samstag, 23. Oktober) mit zahlreichen Lesungen in der Frankfurter Altstadt. Dazu zählt auch „Literatur im Römer“. „Wir werden den Stadtraum wieder belebt bekommen“, sagte Boos.

Als Ausgleich für ausfallende Verlagspartys bietet die Buchmesse das digitale Format „The Hof“ mit 15 Veranstaltungen an einer virtuellen Bar an. In der Woche vor der Buchmesse kann sich die Branche bei den Veranstaltungen „Conferences“ und „Masterclasses“ vernetzen.

Bislang seien „einige Zehntausend“ Tickets verkauft worden, sagte Boos. Er bezeichnete die diesjährige Buchmesse als „Buchmesse extraordinaire“, da sie sich von der rein digitalen Buchmesse des vergangenen Jahres abgrenze und Neues entwickele.

Die Situation im deutschen Buchhandel schätzte er als solide ein. Die Verkäufe beim Kinder- und Jugendbuch stimmten ihn zuversichtlich. „Das Buch hat die vergangenen 18 Monate gut überstanden, es ist resilient“, sagte er. Für die Frankfurter Buchmesse seien die vergangenen 18 Monate hingegen „nicht so gut“ gewesen. So hätten sein Team und er die Buchmesse 2020 von einem hybriden auf ein digitales Format umstellen müssen. Die Veranstaltungskonzepte würden beinahe „stündlich“ aktualisiert.

Die Frankfurter Buchmesse solle „ein Fixpunkt im Jahr bleiben“, wo Menschen zusammenkommen könnten und Bücher sichtbar würden, sagte er. Darüber hinaus bereite sich die Buchmesse auf die hybride Zukunft und ganzjährige Veranstaltungsformate vor.

Buchmesse-Direktor Juergen Boos kündigt eine „Buchmesse extraordinaire“ an.

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