Kultur

Frankfurter Buchmesse: Das Lesefest Open Books wächst

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Das Literaturfestival zur Frankfurter Buchmesse wird an zusätzlichen Orten angeboten und lädt mehr Autoren ein.

Bei Open Books, dem städtischen Lesefest am Römer während der Frankfurter Buchmesse, nehmen in diesem Jahr deutlich mehr Autoren und Verlage teil. Das gaben Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) und Festivalleiterin Sonja Vandenrath vom Kulturamt bekannt. Das Festival bietet außerdem Lesungen an zusätzlichen Orten.

In diesem Jahr gibt es 172 Lesungen (2018: 138) mit 240 Autoren (2018: 180). 94 Verlage (2018: 80) nehmen teil. „Frankfurt bekennt sich zum Buch als zentrales Medium der Krisenvermittlung und der gesellschaftlichen Verständigung“, sagte Hartwig. Die öffentliche Hand unterstütze die Buchbranche, welche mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen habe, durch ein „professionell organisiertes Festival“, auf dem Verlage die Neuerscheinungen des Herbstes vorstellen könnten.

Das Kulturamt übernimmt 40 000 Euro der Kosten für das Festival vom 15. bis 19. Oktober. Im vergangenen Jahr nahmen den Angaben zufolge 16 000 Besucher teil. Die Lesungen sind in der Regel kostenlos. Das Festival gibt es zum elften Mal.

Um auf die Nachfrage der Verlage einzugehen, würden zusätzliche Veranstaltungsorte angeboten, sagte Vandenrath, die Literaturbeauftragte der Stadt. Klassische Veranstaltungen sind Literatur im Römer (16./17. Oktober) mit neuen Romanen oder die Sachbuchvorstellungen im Haus am Dom. Hinzu kommen Lesungen im Stadthaus, im Frankfurter Salon, im Museum für Moderne Kunst, im Struwwelpeter-Museum, im Fotografie-Forum und im Gemeindehaus der St.-Pauls-Gemeinde. „Wir haben in diesem Jahr zwei Epizentren, den Römer und die neue Altstadt“, sagte Vandenrath.

Das Lesefest Open Books im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird vom 15. bis 19. Oktober veranstaltet. 240 Autoren lesen rund um den Römer und in der neuen Altstadt aus ihren Neuerscheinungen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Das Programm liegt in Buchhandlungen und Kultureinrichtungen aus und ist im Internet unter der Adresse www.openbooks-frankfurt.de abrufbar.

Autoren lesen dort aus Sachbüchern, Romanen, Lyrikbänden, Kinderbüchern, Graphic Novels. Rund 190 Verlage präsentierten Bücher aus oder über Norwegen, führte Halldór Guðmundsson, der Projektleiter des norwegischen Gastlandauftrittes, aus. Im Literaturbahnhof im Haus des Buches stellen jeden Tag für eine Stunde zwei norwegische Schriftsteller ihre Neuerscheinungen vor (16. bis 19. Oktober). Das Schauspiel Frankfurt bringt „Brand“ des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen auf die Bühne (Premiere am 12. Oktober). Zudem kommen norwegische Theater zu Gastspielen ans Schauspielhaus.

Jostein Gaarder, Autor von „Sofies Welt“, ist auf Einladung des Literaturhauses im Schauspiel Frankfurt zu Gast (17. Oktober). Das Hessische Literaturforum im Mousonturm veranstaltet eine lange Nacht der norwegischen Literatur (18. Oktober).

Filme aus Norwegen von der Stummfilmzeit bis heute werden im Oktober im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum gezeigt. Beim Norsk-Festival im Mousonturm treten norwegische Künstler und Musiker auf (15. bis 19. Oktober). In den Museen ist das Buchmesse-Gastland präsent. Das Museum Angewandte Kunst verwandelt sich ins „House of Norway“ (ab 11. Oktober). Das Fotografie-Forum widmet sich der „Photographic Art from Norway“ (ab 3. Oktober). Eine Ausstellung zu „Norwegischen Landschaften“ ist bereits im Deutschen Architekturmuseum zu sehen.

Die Schirn Kunsthalle zeigt Bildteppiche der Künstlerin Hannah Ryggen (ab 26. September). Im Haus am Dom sind Zeichnungen von Ali Dorani zu sehen (ab 2. Oktober); die Ausstellungshalle 1A zeigt das Werk der Künstlerin Monika Hansebakken (ab 17. Oktober).

Kinder und Jugendliche können bei „Open Books Kids“ den Grüffelo-Erfinder Axel Scheffler und Autoren bekannter Bücher wie „Kleiner Drache Kokosnuss“ und „Die Schule der magischen Tiere“ erleben (19. und 20. Oktober).

Eröffnet wird Open Books am 15. Oktober in der Deutschen Nationalbibliothek, unter anderem mit Bundespräsident a. D. Joachim Gauck sowie dem Träger oder der Trägerin des Deutschen Buchpreises. Eintritt: 10 Euro, 7 Euro ermäßigt. fle

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