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Frankfurt

Frankfurter Buchmesse: Länder der Poeten

Slowenien und Italien sind 2023 und 2024 die Ehrengastländer auf der Buchmesse Frankfurt. Es gibt schon erste Pläne.

Sie sind nun ein Jahr später dran: Slowenien hat seinen Auftritt als Ehrengastland auf der Buchmesse im Jahr 2023 und Italien 2024. Bis dahin dauert es noch einige Zeit, doch die Vorbereitungen haben schon längst begonnen.

Anja Kovac und Katja Urbanija von der Slovenian Book Agency, die den diesjährigen Stand auf der Buchmesse betreuen, verraten noch nicht genau, was in zwei Jahren zu sehen sein wird. Doch es werde auf jeden Fall dichterisch: „Slowenien ist das Land der Poeten. In zwei Jahren planen wir, eine Anthologie aus zeitgenössischen, slowenischen Gedichten zu veröffentlichen“, sagt Kovac.

Slowenien habe eine lebhafte Dichterszene, viele Festivals und Poetry Slams. „Poesie und Dichtkunst sind in unserer Kultur verankert“, erklärt sie. Aber auch thematisch entwickele sich zurzeit die slowenische Literaturszene, so Urbanija: „Slowenien ist in diesem Jahr dreißig Jahre unabhängig. Langsam beginnen sich Literaten mit der jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzen“, erzählt sie. Auch slowenischsprachige Autorinnen und Autoren in der Diaspora würden bedeutender.

Italienische Dichtkunst

Mit einem altehrwürdigen Dichter beschäftigt sich auch das andere zukünftige Ehrengastland in diesem Jahr: Dante. Anlässlich seines 700. Todestages hat Italien vor allem in diesem Jahr einiges zu feiern. Das Instituto italiano di Cultura widmet ihm einige Veranstaltungen auf der diesjährigen Buchmesse wie „Die Geheimnisse der Göttlichen Komödie“. Am heutigen Freitag geht es darum, wie der bedeutende Universaldichter zeitgenössische Schriftstellerinnen und Schriftsteller noch immer beeinflusst.

Doch was die Besucherinnen und Besucher in drei Jahren erwartet, steht noch nicht fest. Martin Schröck von der Italian Trade Agency im diesjährigen Italien-Pavillon erklärt: „Wir stecken noch mitten in der Planung.“ In diesem Jahr würden sie sich langsam wieder an das Messegeschehen herantasten, da vergangenes Jahr die Buchmesse ausgefallen war. „In diesen Tagen stellen hier knapp 70 italienische Verlage aus“, sagt Schröck. „Normalerweise sind es 200 bis 300 Verlage.“ Auch der Publikumsverkehr sei in diesem Jahr ruhiger und überschaubar. Was in drei Jahren ist, das werde man sehen.

Neue Übersetzungen

Dass Italien in ein paar Jahren Ehrengast ist, freut auch das Kulturinstitut. Maria Carolina Foi, Leiterin des Instituto italiano di Cultura in Berlin, ist stolz darauf: „Das ist eine schöne Gelegenheit, neue Facetten von Italien zu zeigen. Es ist nicht nur das Land, wo die Zitronen blühen, sondern hat viel mehr zu bieten.“ Neue Stimmen, Übersetzungen, globale Themen - das alles werde mit hineinspielen.

Auch Slowenien setzt auf Übersetzungen, damit auch auf Deutsch mehr Bücher verfügbar sind. „Jedes Jahr werden circa 20 bis 30 Bücher übersetzt. Es sollen in den kommenden Jahren hundert werden“, sagt Anja Kovac. Momentan seien vor allem bekannte Autor:innen wie etwa Drago Jancar, Boris Pahor und Maja Haderlap übersetzt. Bald sollen viele junge dazukommen.

Von Eileen Kelpe

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