Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Gastland-Pavillon spiegelt die Landschaft Kanadas wider. Foto: Renate Hoyer
+
Der Gastland-Pavillon spiegelt die Landschaft Kanadas wider.

Frankfurter Buchmesse 2021

Frankfurter Buchmesse eröffnet mit Fest der Vielfalt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Die Frankfurter Buchmesse ist offiziell eröffnet. Bei der Feier sprach Mary M. Simon, die Generalgouverneurin Kanadas, über ihre Inuit-Herkunft.

Mit einem Festakt vor geladenen Gästen in der Frankfurter Festhalle und dem traditionellen Hammerschlag wurde die Frankfurter Buchmesse am Dienstagabend offiziell eröffnet. Ehrengast war die kanadische Generalgouverneurin Mary M. Simon, die in ihrer Eröffnungsrede zunächst ein paar Worte Inuktitut sprach.

Geographisch sei Kanada divers, gelegen zwischen den Ozeanen, geprägt von Seen, Wäldern, Gletschern, Prärie und Tundra, sagte sie dann. Gesellschaftlich sei Kanada auch divers. Als sie aufwuchs, so Mary M. Simon, habe sie jagen, fischen und fahren auf Hundeschlitten gelernt. Ihre Großmutter habe ihr Mythen der Inuit erzählt.

Die Repräsentantin von Königin Elisabeth II. warb dafür, die Geschichten Kanadas „zu pflegen, zu schützen und hochzuhalten“. Auf der Frankfurter Buchmesse hätten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, aus etwa 400 Titeln auszuwählen.

Verbrechen an indigenen Kindern aufklären

In Bezug auf die Geschichte von indigenen Kindern in Kanada setzte sie sich für weitere Aufklärung ein. In Kanada waren zwischen 1830 und 1998 etwa 150 000 Kinder der Ureinwohnerinnen und Ureinwohner von ihren Familien getrennt und in kirchliche Umerziehungsheime gesteckt worden. Zuletzt wurden die Überreste von etwa 1000 Kindern gefunden. In der Folge wurden mehrere katholische Kirchen in Brand gesteckt. Auch die Geschichte dieser Kinder müsse erzählt werden, sagte Mary M. Simon, die mit einem Zitat des wahlkanadischen Autors Thomas King schloss: „The truth about stories is, that’s all we are“.

Die Frankfurter Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) lobte die Frankfurter Buchmesse als Ort der Vielfalt, Plattform für Diskussion, Bollwerk der Meinungsfreiheit. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nannte die Frankfurter Buchmesse „ein Mekka für die Buchbranche“.

Sie freue sich, die Buchbranche mit 41 Millionen Euro aus dem Programm Neustart Kultur sowie 24 Millionen Euro als Literaturförderung für Druckkostenzuschüsse, Stipendien, rabattierte Standkosten bei der Buchmesse und digitale Vertriebsförderung unterstützen zu können. Die kanadische Transperson Vivek Shraya setzte sich für die Pluralität der Identitäten ein. Sie wolle morgens aufwachen und sich fragen, wer sie heute sein wolle. fle

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare