Klein & Aber

Frankfurter Buchmesse: Bilder erzählen Buch-Geschichten

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Mit besonderen Videoclips stellt der Verlag Kein & Aber sein Angebot vor.

Der Kein&Aber-Verlag aus Zürich ist bekannt für seine ausgefallenen Stände auf der Frankfurter Buchmesse. So errichteten die Schweizer 2017 einen Turm aus vier Containern auf der Agora der Messe. Neben Bücherpräsentationen und einer Terrasse auf dem Dach wurde in einem der Container ein komplett eingerichtetes Hotelzimmer aufgebaut. In diesem durfte ein zufällig ausgeloster Gast nächtigen, der zum Zubettgehen eine Gute-Nacht-Geschichte von einem Autor des Verlags vorgelesen bekam.

Auch für dieses Jahr hat der Verlag sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Anstelle eines normalen Messestands hat Kein & Aber einen großen, mit Buchcovern bedeckten Würfel aufgestellt. Auf die Innenseite dieses „Cubes“ werden mit Hilfe einer Technik namens Projection-Mapping kleine Videoclips projiziert. Diese Technik macht es möglich, Videoprojektionen auf dreidimensionale Flächen zu übertragen.

Jeder der Clips hat jeweils ein Buch des Verlags zum Thema. Über hundert dessen Bücher werden so im Würfel visuell unterlegt. Die etwa halbminütigen Videos sind atmosphärisch gestaltet. Mit schlichten, aber fantasievollen Bildern versuchen sie einen generellen Eindruck vom jeweiligen Buch und der Geschichte, die es erzählt, zu geben. Auf Text oder Inhaltsangaben wird größtenteils verzichtet.

So werden zu Kevin Kwans Roman über die Gesellschaft der Superreichen in Singapur schrille, fernöstlich anmutende Bilder gezeigt, während zum Transgender-Roman „Frankissstein“ von Jeanette Winterson Porträts sich auf symbolische Art und Weise verändern.

Laut Verleger Peter Haag will der Verlag mit dieser Präsentation ein Erlebnis bieten. Sie soll Eindrücke zeigen, die die Bücher vermitteln würden, anstatt bloß deren Inhalt vorzustellen.

Neben einer durchaus sehenswerten Erfahrung ist die Präsentation aber auch eine innovative Form von Werbung. Man kann sich vorstellen, dass auf diesem Weg das Interesse der Leserinnen und Leser an den Büchern eher geweckt wird als durch eine schlichte Leseprobe.

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