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Frankfurter Bildungsdezernentin fordert Maskenpflicht in Schulen

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Bildungsdezernentin Sylvia Weber fordert eine einheitliche Regelung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die hessischen Schulen. Das Kultusministerium sieht das bisher nicht vor.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) fordert die hessische Landesregierung auf, klare Vorgaben zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Schulgebäude zu machen, „anstatt die Entscheidung und damit das Risiko den jeweiligen Schulleitungen zu überlassen“. Bisher sieht das hessische Kultusministerium in seinem Hygieneplan für nach den Sommerferien nur vor: Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, soweit durch die Verhältnisse vor Ort erforderlich und durch die Schulleitung angeordnet.

Weber fordert nun eine einheitliche Regelung wie in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen, wo eine Maskenpflicht in allen Schulgebäuden gilt. Zumindest in den ersten Wochen nach den Sommerferien halte sie das für alle Erwachsenen und Kinder ab zehn Jahren im Treppenhaus, in Gängen, auf dem Schulhof und in den sanitären Einrichtungen für unbedingt geboten, sagte Weber. „Die Lehrkräfte könnten je nach Abstandssituation entscheiden, dass im Klassenraum die Maske wieder abgelegt werden kann.“

Lehrkräfte können sich ab nächster Woche kostenlos auf das Virus testen lassen. Das begrüßt Weber zwar, fordert das Land aber auf, den Test nicht nur Landesbediensteten, sondern auch städtischen Beschäftigten an den Schulen anzubieten. Also Schulsekretariaten, Schulhausverwaltern, Beschäftigten im Ganztag und in der Jugendhilfe. Nur einen Teil der Erwachsenen in einer Schule zu testen, ergebe „infektiologisch keinen Sinn“.

Eine weitere Überlegung der Dezernentin: Bei allen Schülerinnen und Schülern vor dem Unterricht Fieber messen. Das sei eine der wenigen Möglichkeiten, um Menschen, die sich infiziert haben, aber noch keine Symptome zeigen, zu erkennen. Wenn eine erhöhte Temperatur festgestellt werde, so könne das Kind vorsorglich zu Hause bleiben und getestet werden. „Oberstes Ziel muss es sein, erneut komplette Schulschließungen zu vermeiden.“

Die Verkehrsbetriebe und die Ordnungsbehörden sind sich nicht einig, wer die Corona-Masken-Verordnung in Hessen kontrollieren soll.

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