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Straßennamen für das Hilgenfeld

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Von: Fabian Böker

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Auf der 14 Hektar großen Fläche, wo heute noch Blumen wachsen, sollen ab der zweiten Jahreshälfte 850 Wohnungen entstehen.
Auf der 14 Hektar großen Fläche, wo heute noch Blumen wachsen, sollen ab der zweiten Jahreshälfte 850 Wohnungen entstehen. © christoph boeckheler*

Sollen die Straßen im künftigen Neubaugebiet Hilgenfeld nach Blumen, Getreide oder gar den Beatles benannt werden? Dieser Frage geht der Ortsbeirat nach, der für die Straßennamen zuständig ist.

An welchen Adressen sollen die rund 2000 Menschen im künftigen Neubaugebiet am Hilgenfeld wohnen, das nach mehr als 20 Jahren Planung nun endlich ab der zweiten Jahreshälfte am Frankfurter Berg entstehen soll (die FR berichtete). Über die künftigen Straßennamen diskutiert der Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Eckenheim, Berkersheim, Bonames, Frankfurter Berg) am heutigen Dienstagabend.

Als am Wochenende der Stadtteil das 26-jährige Bestehen feierte, fragte der Bürgerverein schon einmal die Besucher:innen nach ihrer Meinung, welchen Namen die Straßen einmal tragen sollen, die auf der rund 14 Hektar großen, überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche nördlich des Frankfurter Bergs entstehen sollen, auf der die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding etwa 850 Wohnungen errichten will.

Der Ortsbeirat tagt

Der Ortbeirat 10 tagt am heutigen Dienstag, 5. Juli, um 19.30 Uhr im Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum, Feuerwehrstraße 1, in Eckenheim.

Laut Michael Bartram-Sitzius, Vorsitzender der Vereins und der SPD-Fraktion im Ortsbeirat, haben sich 84 Menschen zu der Frage geäußert. 39 sprachen sich für den Vorschlag aus, die Straße nach Ackerblumen zu benennen: Etwa Mohnblumenstraße, Klatschmohnring, Ackerwindenrund und Kornblumenplatz. Auf den zweiten Platz kam die Idee eines Getreideviertels mit Dinkelstraße, Buchweizenring, Haferring und Gerstenplatz.

Bürgerverein und SPD hatten die Leute befragt, weil sie mit den Vorschlägen des Magistrats nicht einverstanden sind. Dieser plädiert für Namen wie Václav-Havel-Straße, Simone-de-Beauvoir-Ring, Wangari-Maathai-Ring und Tagoreplatz. Michael Bartram-Sitzius findet es viel naheliegender, das Gebiet nach Sträuchern oder Ackerpflanzen zu benennen, wie am Frankfurter Berg überwiegend üblich. Auch Namen von Fischarten, die in der angrenzenden Nidda beheimatet sind, sowie historische Flurstücknamen der Gegend wären denkbar. So solle gewährleistet werden, dass sich Neuzugezogene nicht abgeschnitten fühlen vom restlichen Teil des Frankfurter Bergs, von dem sie räumlich durch die Bahntrasse ohnehin schon getrennt sind.

Das Vorschlagsrecht für die Benennung von Straßen liegt in Frankfurt bei den Ortsbeiräten. Wenn das nördliche Stadtteilparlament heute Abend den SPD-Antrag berät, wird sich das Gremium möglicherweise auch die Ideen anschauen, die die Bürger:innen am Wochenende über die vorgegebenen Möglichkeiten hinaus eingebracht haben. Mehrfach fiel der Name Jürgen Grabowski, die Eintracht oder der Europapokal. Auch der Wunsch nach einem Beatles-Viertel wurde laut, mit einer Johnstraße, einem Paulring, Ringoring und Georgeplatz.

Der Ortbeirat 10 tagt am heutigen Dienstag, 5. Juli, um 19.30 Uhr im Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum, Feuerwehrstraße 1, in Eckenheim.

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