Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Leiterinnen Anna Cravcenco (hinten links) und Anna Homm beim Tag der offenen Tür mit Sofia (8, vorne links) und Artjom (9).
+
Die Leiterinnen Anna Cravcenco (hinten links) und Anna Homm beim Tag der offenen Tür mit Sofia (8, vorne links) und Artjom (9).

Frankfurter Berg

Neuer Hort am Frankfurter Berg

  • VonSabine Schramek
    schließen

Im ehemaligen Polizeirevier können ab August 40 Kinder spielen, essen und lernen. Trägerin ist die Deutsche Jugend aus Russland.

Seit April haben die Mitarbeiter des Horts „Villa Wissen“ das kernsanierte Gebäude eingerichtet, dekoriert und wohnlich-familiär gestaltet. Beim Tag der offenen Tür am Samstag wuseln Kinder durch die Räume. Vorbei an Wandmalereien in Erd- und Naturfarben, auf der Suche nach Märchen, Spielen und Abenteuern, während ihre Eltern staunend das Haus mit seinen orangefarbene Stühlen und großen Tischen erforschen. „Das ist ja nicht wiederzuerkennen“, sagt ein junges Elternpaar.

Anna Homm und Anna Cravcenco sind stolz und erschöpft. Die vergangenen Wochen haben sie mit ihren Familien „fast rund um die Uhr“ die Räume umgestaltet. Die beiden Frauen sind die Leiterinnen des Horts unter der Trägerschaft der DJR (Deutsche Jugend aus Russland), in dem jetzt Kinder in kleinen Gruppen gemeinsam Mittagessen oder Hausaufgaben machen – und sich entfalten können. „Jedes Kind hat Talente. Und die wollen wir fördern und wir geben dafür den Raum“, sagt Albina Nazarenus-Vetter vom DJR.

Die Angebote sind für alle. „Die Kinder erleben eine familiäre Atmosphäre. Gelernt wird spielerisch und mit viel Spaß. So fällt es einfach leichter, wenn ohne Druck gemeinsam gearbeitet wird.“ Die Talente sind unterschiedlich, sagt Cravcenco. „Die einen können toll zeichnen, die anderen basteln oder Aufgaben lösen. Manche brauchen besonders viel Bewegung, andere mehr Geborgenheit. Wir wollen, dass sich jedes Kind wohlfühlt.“

Bis November 2017 war im Gebäude das 15. Polizeirevier untergebracht, das jetzt im 14. Revier an der Marie-Curie-Straße ein neues Zuhause hat. „Als wir hier das erste Mal reingehen durften, war es kühl und hatte den zweifelhaften Charme der 50er Jahre. Die Wände waren kahl und eben so, wie es in einem Polizeirevier aussieht“, erzählt Homm.

59 Jahre lang haben Polizeikräfte Anzeigen aufgenommen, Zeugen angehört und Einsätze geplant. Heute erinnert nichts mehr daran. „Wir wollen, dass die ersten Kinder schon ab dem 1. August zu uns kommen, um sich einzugewöhnen, das Gebäude kennenlernen, die Abläufe lernen“, sagt Cravcenco. „So können wir bereits vor Schulbeginn Bindungen zu ihnen aufbauen und sie müssen nicht zeitgleich ins neue Schuljahr starten und sich an den neuen Hort gewöhnen.“

Die Gruppen sind mit zehn Kindern klein. Besonders wichtig ist es den Leiterinnen, dass ihre Schützlinge integrativ, gemeinsam und ohne Ausgrenzung ihre Nachmittage verbringen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare