Jan Wagner, Bi-Sprecher des Hilgenfelds und selbst Bewohner des Neubaugebiets, begrüßt die Idee der SPD.

Frankfurter Berg

Neubaugebiet besser anbinden

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Die SPD im Ortsbeirat 10 fordert eine Fußgängerbrücke, die vom Hilgenfeld zum Frankfurter Berg führt. Auf diese Weise sollen die Bewohner des Neubaugebietes besser an den alten Ortskern angeschlossen werden. Bisher teilen Bahngleise die beiden Gebiete.

Rund 850 neue Wohnungen, bis zu 2000 neue Bewohner – die Siedlung Hilgenfeld nördlich des Frankfurter Bergs wird bekanntlich größer. Nun sorgt sich der Ortsbeirat 10 um die Anbindung zum eigentlichen Stadtteil südlich der Bahnlinie und fordert den Bau einer Fußgängerbrücke.

Die Brücke soll das Neubaugebiet mit dem Sanddornweg verbinden. Dieser endet aktuell am Bahndamm, die Gleise trennen den alten Ortskern von der neuen Siedlung. Geht es nach Michael Bartram-Sitzius (SPD), der einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat eingebracht hat, soll der Sanddornweg durch eine Brücke über die Gleise verlängert werden. „Das ist notwendig, um die neuen Bewohner nicht abzuschneiden von der Infrastruktur des Stadtteils.“

Der SPD-Politiker hat in erster Linie die Albert-Schweizer-Schule im Blick, die viele Kinder aus dem Hilgenfeld besuchen werden. Der Weg über den Sanddornweg würde praktisch direkt auf die Schule zuführen.

Zustimmung erhält Bartram-Sitzius von Ortsvorsteher Robert Lange (CDU). „Den Kindern ist es nicht zuzumuten, immer den Weg über die unsägliche Omega-Brücke zu nehmen“, sagt er. „Und Elterntaxis wollen wir auf jeden Fall vermeiden.“ Zudem wolle auch er verhindern, dass die neuen Bewohner des Hilgenfelds das Gefühl bekämen, abgehängt zu sein. Auch wenn es im Hilgenfeld Einkaufsmöglichkeiten, Sportangebote und eine ärztliche Versorgung geben soll, fehle es an Schulen und Kirchen. „Wir brauchen die Brücke, um beide Teile zu verbinden“, stellt Lange klar.

BI-Sprecher Jan Wagner, der bereits in der bestehenden Siedlung Taunusside im Hilgenfeld wohnt, begrüßt die Idee: „Eine Brücke klingt vernünftig. Es wird Zeit, dass die marode Infrastruktur rund um den Frankfurter S-Bahnhof saniert wird.“

Michael Bartram-Sitzius sieht in der Forderung nach einer Umsetzung der Brückenplanung „die einhellige Meinung im Stadtteil“ repräsentiert. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Hilgenfeld möglichst autoarm werden soll seien die Menschen dort auf fußläufige Verbindungen angewiesen. Der Magistrat soll nun nach dem einstimmigen Votum des Ortsbeirates dem Gremium und den Bürgern zeitnah Möglichkeiten für eine barrierefreie Verbindungsbrücke zum Neubaugebiet vorstellen.

Beim Planungsdezernat der Stadt gibt man zurückhaltend. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir zum Thema Brücke keine Aussage treffen“, sagt Sprecher Mark Gellert. Aktuell laufe das Bebauungsplanverfahren. Im Zuge dessen können sowohl Varianten mit einer Brücke als auch welche ohne entstehen. Klar sei aber aber: „Wir beim Planungsdezernat fänden eine solche Brücke sinnvoll, sie sollte eine wesentliche Rolle in der Planung spielen.“

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