1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Frankfurter Berg

Kritik an Starkregenkarten für den Frankfurter Norden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Fabian Böker

Kommentare

So wie hier auf der Höhenstraße sieht es manchmal auch im Frankfurter Norden aus.
So wie hier auf der Höhenstraße sieht es manchmal auch im Frankfurter Norden aus. © Monika Müller

Die Übersicht des Umweltamtes zu Hochwassergefahren überzeugt nicht alle Bürger und Bürgerinnen. Die üben Kritik an fehlenden konkreten Ereignissen.

Nachdem das Umweltamt seine Starkregengefahrenkarten bereits im vergangenen Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, waren nun noch einmal ein Vertreter und eine Vertreterin des Amtes beim Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Eckenheim, Berkersheim, Bonames, Frankfurter Berg) zu Gast. Denn dort, im Ortsbezirk 10, stand das Thema schon oft auf der Tagesordnung in den vergangenen Monaten.

Die Brisanz dieses Themas zeigte sich daher auch am Dienstagabend im Saalbau Nidda in Bonames. Mehrere Bürger und Bürgerinnen waren gekommen, um sich einerseits die Karten anzuschauen, andererseits aber auch Kritik daran zu üben. Zunächst erklärte aber Alexander Kehl vom Umweltamt, welches Ziel mit der Erstellung der Karten verbunden war. Sie sollen vor allem eine Übersicht bieten, wo bei unerwartet starken Regenfällen Gefahren drohten. Anlass seien lokale Ereignisse unter anderem auch im Frankfurter Norden gewesen; die Simulationen basierten auf Daten aus dem Jahr 2020.

Das Beispiel Frankfurter Berg zeige, dass das Wasser analog zur Topographie des Stadtteils vom höher gelegenen westlichen Teil in den östlichen abfließe.

Doch das war vielen Gästen der Sitzung zu einfach. Eine Frau aus Berkersheim meldete sich. Sie lebe dort seit 40 Jahren, habe aber erst seit zwei Jahren Probleme mit Hochwasser. Sie glaubt, dass das mit der damaligen Verbreiterung eines Radweges zusammenhänge, was die Stadt anders sehe. Solche Probleme würden die Karten aber nicht abdecken.

Ihr sprang Eberhard Centner bei. Er wohnt am Frankfurter Berg und beobachtet das Thema schon langer. Er bedankte sich beim Umweltamt, „dass es endlich vorangehe“. Aber die Karten seien nicht komplex genug, sie würden die konkreten Ereignisse nicht darstellen. Das sieht auch Christoph Haas so, der in Bonames in der Straße Brandhöfchen wohnt. Er vermisst die realen Gefahren für Anwohner wie ihn.

Allen Wortmeldungen war ein Anliegen gemein: Man wolle nicht immer nur hören, dass die Anwohner und Anwohnerinnen selbst vorsorgen müssten. Man erwarte sich eine Hilfe von der Stadt.

Da setzte Linda Malessa vom Umweltamt dann auch an. Diese Hilfe könne leichter geleistet werden, wenn man wisse, wo sie benötigt wird. Die Karten sollen dabei helfen.

Auch interessant

Kommentare