Stadtentwicklung

Frankfurter Ben-Gurion-Ring soll lebenswerter werden

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21 Millionen Euro fließen in Projekte am Bügel. Bewohner der Frankfurter Großwohnsiedlung haben bei deren Auswahl mitgearbeitet.

Um die Lebensqualität in der Großwohnsiedlung am Ben-Gurion-Ring zu verbessern, will die Stadt für 21 Millionen Euro unter anderem die neun Eingänge in das Quartier neu gestalten lassen, die städtischen Grünflächen aufwerten, neue Spielplätze anlegen und die Innenhöfe neu gestalten. Ein gerade vom Magistrat beschlossenes, integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für das Areal, das die Stadt gemeinsam mit Bewohnern und dem Beirat „Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring“ erarbeitet hat, benennt 16 Vorhaben, die von dem Geld umgesetzt werden sollen.

Höhere Beträge sind etwa für das Quartiersmanagement, die Freiflächengestaltung, die Neuorganisation der Müllsammelplätze, Fassadensanierungen, ein Quartierscafé und die Gestaltung der Freiflächen am Jugendhaus vorgesehen.

Geld von Bund und Land

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) geht davon aus, dass für die Projekte rund 12,6 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund und Land fließen, die aus dem Programm „Soziale Stadt“ stammen. Insgesamt investiert die Stadt mit Hilfe solcher Programme derzeit 94 Millionen Euro in die Quartiersentwicklung. Die fließen außer in die Siedlung am Bügel in die Stadtteile Höchst, Griesheim, Nied und Sossenheim. Auch in den anderen Bereichen steht die Verbesserung des Wohnumfelds im Vordergrund.

Die Bewohnerschaft am Ben-Gurion-Ring, die Stadt Frankfurt und die Eigentümer stünden vor der „spannenden Aufgabe“, die in den 1970er Jahren entstandene Siedlung neu zu entdecken, einen neuen Blick auf ihre Qualitäten zu werfen und sie für die Zukunft zu stärken, sagt Planungsdezernent Josef. Alle Projekte würden mit Hilfe der Menschen umgesetzt, die in der Siedlung wohnen, betont er. Der wichtigste Indikator für das Projekt sei die Zufriedenheit der Bewohner mit ihrem Zuhause.

Das Areal am Bügel wird sich in den kommenden Jahren auch baulich stark weiterentwickeln, dürfte noch deutlich an Einwohnern wachsen. Auf dem früheren SEB-Gelände ganz im Norden des Areals laufen die Arbeiten an einem Neubaukomplex, auf dem gut 330 Wohnungen entstehen sollen.

Die Stadt und die Wohnungsgesellschaft GWH haben zudem bereits vereinbart, dass das Unternehmen das Parkhaus am Ben-Gurion-Ring abreißen darf, um dort Wohnungen zu errichten. Mehr als 100 Wohnungen seien dort denkbar, hieß es jüngst. Vor kurzem hat die Stadt zudem Belegrechte für 452 Sozialwohnungen am Bügel erworben, die sonst Ende 2019 aus der Miet- und Belegungsbindung gefallen wären. Sie behalten diese Bindung nun bis Ende 2034.

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