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Gerichtszentrum in Frankfurt.

Amtsgericht

Frankfurter bekommt Bewährungsstrafe wegen Kinderpornografie

Ein Computerfachmann aus Preungesheim hatte mehr als 120.000 kinderpornografische Dateien runtergeladen.

Eine Explosion in seiner Wohnung hatte die Ermittler auf den Plan gerufen, nun ist ein Computerfachmann wegen des Besitzes kinderpornografischer Dateien zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Mehr als 120.000 Dateien und rund 1100 Videofilme lud der 48-Jährige aus dem Internet herunter, wie es am Dienstag im Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hieß. Der Mann muss zudem an einer Therapie teilnehmen und 1000 Euro Geldauflage an eine Kindereinrichtung zahlen. 

Der Angeklagte hatte im November 2017 in seiner Wohnung in Frankfurt-Preungesheim durch unsachgemäßen Umgang mit Chemikalien die Explosion verursacht, bei der er eine Hand sowie zwei Finger verlor. Daraufhin durchsuchten Polizisten die Wohnung, und auch der Computer des Mannes wurde überprüft. Anhaltspunkte für einen politischen Hintergrund der Explosion gab es nicht - dafür aber wurde das umfangreiche kinderpornografische Material entdeckt. 

Vor Gericht räumte der Angeklagte ein, die Fotos und Videofilme heruntergeladen zu haben. Er habe die Bilder jedoch gleich wieder löschen wollen. Weitergegeben oder an Tauschbörsen beteiligt habe er sich nicht. Gericht und Staatsanwaltschaft sahen die Bewährungsstrafe als ausreichende Sanktion. Das Ermittlungsverfahren wegen der Explosion dauert dagegen noch an. (dpa/lhe)

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