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Frankfurter Bachkonzerte: Der Chor des Meisters kommt

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Von: Andreas Hartmann

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Die Thomaner sind nicht nur ein Spitzenchor, sie wurden einst auch von Johann Sebastian Bach persönlich geleitet. Am 13. Dezember 2023 sind sie in der Alten Oper Frankfurt zu hören.
Die Thomaner sind nicht nur ein Spitzenchor, sie wurden einst auch von Johann Sebastian Bach persönlich geleitet. Am 13. Dezember 2023 sind sie in der Alten Oper Frankfurt zu hören. © Tom Thiele

In der Leipziger Thomaskirche ist Bachs Weihnachtsoratorium stets ausverkauft – in Frankfurt bei den Bachkonzerten gibt es noch Tickets

Es kann nicht schaden, schon mal an Weihnachten zu denken. Denn für die Adventszeit hat der gemeinnützige Verein Frankfurter Bachkonzerte einen ganz besonderen Leckerbissen parat, wie Vereinsschatzmeister Christof von Dryander bei der Vorstellung des Programms für die neue Saison, die im September beginnt, berichten konnte.

Der Leipziger Thomanerchor, der einst von Johann Sebastian Bach höchstselbst geleitet wurde und bis heute als einer der besten überhaupt gilt, kommt am 13. Dezember in die Alte Oper und führt dort den Klassiker schlechthin auf, Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“. Vor genau 300 Jahren übrigens, im Mai 1723, trat dieser seinen Dienst als Thomaskantor an.

Die Saison 2023/24

Zehn Konzerte bietet der Verein Frankfurter Bachkonzerte in der am 4. Oktober – mit Beethoven! – beginnenden Saison 2023/24 im Großen Saal der Alten Oper. Der Kartenpreis sei lediglich moderat gestiegen, betont Vereinskassenwart Christof von Dryander, und liege unter der allgemeinen Teuerung.

Der Verein wirbt für sein Abonnement, das deutlich günstiger ist als die Karten im Einzelverkauf. Beraten lassen kann man sich dazu in der Geschäftsstelle in der Frankfurter Hasengasse 21 bei Catharina Bürklin oder Monica Haberland, Tel. 069/95 50 48-80 oder -81. Das ausführliche Programm ist zu finden unter www.frankfurter-bachkonzerte.de.

Einzelkarten im Vorverkauf gibt es bei Frankfurt-Ticket in der Alten Oper am Opernplatz, Tel. 069 1340400, oder www.frankfurt-ticket.de.

Etwas neues will der Verein am 2. und 3. Juni dieses Jahres jeweils um 19.30 Uhr mal außerhalb der Alten Oper ausprobieren: Im intimen Rahmen des Frankfurter Holzhausenschlösschen sind dort vor kleinem Publikum zwei kurze Gesprächskonzerte zu hören, Motto „Zeit für Bach“. Unter anderem soll dann die charmante Kaffeekantate (BWV 211) aufgeführt werden. aph

In der Leipziger Thomaskirche, wo die Kantatensammlung zur Weihnachtszeit Pflichtprogramm ist, sind Karten stets wenige Minuten nach dem mitternächtlichen Vorverkaufsbeginn weg – da ist Bach ein echter Popstar. Für den Abend in Frankfurt, so hieß es, gebe es aber noch Plätze – trotzdem sollten sich Bach-Begeisterte bald nach Karten umsehen oder besser noch gleich ein Abo abschließen. Da gäbe es dann etwa 30 Prozent Rabatt auf die regulären Ticketpreise, für Menschen unter 25 Jahren sogar noch mehr. Man wolle sich in den kommenden Monaten sehr bemühen, wieder neue und auch jüngere Abonnent:innen zu werben, sagt von Dryander. Der Verein fördert übrigens aktuell auch fünf Nachwuchsmusiker:innen der hiesigen Hochschule für Musik.

Zehn Konzerte hat der Verein in kommenden Saison im Programm, darunter am 16. März 2024 das Freiburger Barockorchester mit der Matthäus-Passion oder – es muss ja nicht immer nur Bach sein – das Saison-Eröffnungskonzert am 4. Oktober mit der Missa Solemnis. Gesungen wird das Beethoven’sche Hauptwerk aber immerhin doch vom Mainzer Bachchor.

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