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Martin Beyhl will, dass sie alle impfen lassen können, die wollen.
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Martin Beyhl will, dass sie alle impfen lassen können, die wollen.

Frankfurt

Frankfurter Apotheker:„Long-Covid-Folgen für Kinder sind noch unklar“

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Martin Beyhl organisiert zwei Impfaktionen mit Biontech für Menschen ab 12 Jahren vor seiner Griesheimer Apotheke. Im Interview erklärt er, warum der Schutz für Kinder wichtig ist.

Martin Beyhl hat für diesen Samstag und für den 28. August ehrenamtlich eine Impfaktion vor seiner Griesheimer Apotheke organisiert. Ärztinnen impfen Menschen ab 12 Jahren ohne Termin gegen Covid19 mit dem Biontech-Impfstoff.

Wie entstand die Idee zur Impfaktion, Herr Beyhl?

Meine Apotheke beliefert die betriebsärztlichen Dienste verschiedener Großbanken. Als bei einer Bank nun mehrere Hundert Dosen Impfstoff übrig zu bleiben drohten, dachte ich: „Das ist eine tolle Möglichkeit für ein niedrigschwelliges Angebot.“ Denn hier im Frankfurter Westen leben viele Menschen, für die es eine große Hürde darstellt, einen Impftermin online oder am Telefon zu vereinbaren. Viele hier sprechen nicht so gut Deutsch. Manche haben auch gar keinen Hausarzt. Am Samstag werden sich bei uns beispielsweise Geflüchtete aus einer Übergangsunterkunft in Nied impfen lassen. Zum Teil sind sie gar nicht krankenversichert. Mir war wichtig, dass gerade auch dieser Personenkreis die Möglichkeit bekommt, sich gegen einen schweren Covid-19-Verlauf mit einer Impfung zu schützen.

Zur Person und Termine

Martin Beyhl leitet eine Apotheke in Griesheim. Zudem ist der 50-Jährige als Flottillenapotheker der Reserve der Verbindungsoffizier des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr zur Stadt Frankfurt.

Impfaktion: Apotheke im REWE-Center, Ernst-Wiss-Straße 9, Griesheim, Telefon (bei Rückfragen): 069 – 35 35 69 65, Erstimpfung diesen Samstag (24. Juli): 10 bis 17 Uhr; Zweitimpfung am 28. August 10 bis 17 Uhr. Interessierte müssen Impfausweis und Krankenversicherungskarte mitbringen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt derzeit gesunden Kindern die Immunisierung nicht. Warum bieten Sie die Impfung für Kinder an?

Ich selbst habe meine 14-jährige Tochter impfen lassen. Bislang sind Kinder zwar kaum schwer erkrankt, aber wir wissen nicht, wie sie auf die Mutationen reagieren, und auch nicht, wie die Long-Covid-Folgen bei ihnen sein werden. Zudem können Kinder, auch wenn sie selbst nicht erkranken, das Virus weitertragen. Die Stiko empfiehlt zudem, Kinder ab 12 Jahren impfen zu lassen, wenn sie Vorerkrankungen haben. Dazu zählt auch Übergewicht. Und gerade hier im Westen Frankfurts gibt es viele übergewichtige Kinder.

Auch steigen die Inzidenzzahlen.

Ja, und man muss davon ausgehen, dass ein Großteil der Menschen, die noch nicht geimpft sind, bis Frühjahr 2022 eine Corona-Infektion durchmachen werden. Das alles vor dem Hintergrund, dass gerade die Reisezeit begonnen hat und viele Familien in Gebiete reisen, in denen das Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren, oft noch größer sein wird.

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