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Im Bahnhofsviertel gibt es eine offene Drogenszeme.

Drogenhilfe

Der Frankfurter Weg

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Die Drogenhilfe in Frankfurt beruht auf vier Säulen.

Durch „Prävention“ soll der Einstieg in den Drogenkonsum vermieden oder zumindest verzögert werden. „Beratung und Therapie“ dienen dazu, den Ausstieg zu erleichtern. Gesundheitliche Risiken sollen durch die „Überlebenshilfe“ vermindert werden. Die „Repression“ gilt vor allem den Dealern, um den Drogenhandel zu bekämpfen.

In der „Montagsrunde“ finden regelmäßig Vertreter der Polizei, der Justiz und der städtischen Ämter zusammen, um den „Frankfurter Weg“ der Drogenpolitik kritisch zu begleiten und neue Projekte, wie seinerzeit die ärztliche Heroinvergabe zu entwickeln und durchzusetzen.

Außer den vier Krisenzentren im und am Bahnhofsviertel und dem „Eastside“ im Osten von Frankfurt gibt es stadtweit noch eine Reihe anderer Anlaufstellen.

Die vier Jugend- und Drogenberatungsstellen sind nach Himmelsrichtungen verteilt: Für den Norden ist das „Drop In“, Eschersheimer Landstraße 599, zuständig, eine Einrichtung am Merianplatz soll den Osten abdecken, die „Wallstraße 25“ den Süden und die Gebeschusstraße 35 in Höchst den Westen.

Cannabiskonsumenten finden kompetente Ansprechpartner in den Beratungsstellen am Merianplatz und in der Wallstraße in Sachsenhausen. Am Merianplatz ist außerdem eine Fachberatung für Verhaltenssüchte, etwa eine exzessive Computernutzung, untergebracht.

Die „FriedA“ in der Friedberger Anlage 24 ist ein weiteres wichtiges Zentrum der Drogenhilfe. Hier hat auch der „Lichtblick“ seinen Sitz – ein Projekt, das sich um suchtmittelabhängige und substituierte Eltern und ihre Kinder kümmert.

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Methadon wird in der „FriedA“ und einigen weiteren Einrichtungen ausgegeben – unter anderem auch im „Drogenhilfezentrum“ in der Bleichstraße 20. Dort können sich Drogenabhängige außerdem medizinisch versorgen lassen. Auch in der Schielestraße und in den Krisenzentren im Bahnhofsviertel arbeiten Ärztinnen und Ärzte.

Für Frauen gibt es zusätzliche Angebote: In der Kiesstraße 20 (Bockenheim) und in der Sachsenhäuser Dreieichstraße 59. Das Frauencafé in der Moselstraße 47 zieht in die Niddastraße 49 um.

Mit Projekten und Kampagnen reagiert das Drogenreferat auf aktuelle Entwicklungen. Schwerpunkte sind Drogen im Straßenverkehr, Legal Highs – das sind synthetische Drogen, die über das Internet angeboten werden – und Glücksspiele. Auf einem virtuellen Friedhof können Computer-Helden, von denen sich die User trennen wollen, würdevoll beigesetzt werden.

Die schwarz-grüne Koalition hat in diesem Jahr 6,4 Millionen Euro für die Drogenhilfe zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen Landesmittel in Höhe von über zwei Millionen Euro.

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