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Frankfurt: Zwei Überwege für die Eschersheimer Landstraße

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Von: Florian Leclerc

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Am Sinaipark buddelt der Bagger, damit der neue Überweg entsteht. Foto: Monika Müller
Am Sinaipark buddelt der Bagger, damit der neue Überweg entsteht. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Die Eschersheimer Landstraße in Frankfurt kann man künftig am Marbachweg und am Sinaipark queren. Im Sommer fährt die U-Bahn wegen Gleisbaus zwei Wochen lang nicht.

An der Eschersheimer Landstraße baut die Stadt in diesem Sommer für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zwei neue Furten über die Fahrbahn und die Gleise.

Der eine Überweg entsteht südlich der Kreuzung zum Marbachweg und der Straße am Dornbusch. Hier wird eine 4,20 Meter breite Querung mit Ampel gebaut, die gerade über die Straße führt. Für Autofahrer:innen bleiben sechs Meter Platz. Die B-Ebene an der Kreuzung bleibt auf Wunsch des Ortsbeirats erhalten.

Der andere Überweg mit Ampel kommt an den Sinaipark auf Höhe der Klimsch-Anlage. Er wird in Form des Buchstabens Z gebaut, also im Zickzack. Für Autos bleiben sechs Meter Fahrbahn. Zwischen Sinaipark und Klimsch-Anlage gibt es bislang keine Möglichkeit, die Straße zu queren. Wer auf die andere Seite der Eschersheimer Landstraße will, muss bislang zum Überweg an der Fritz-Tarnow-Straße laufen. Keine befriedigende Situation.

Am Sinaipark laufen die Arbeiten seit Montag. Fahrzeuge fahren in beide Richtungen einspurig an der Baustelle vorbei; Fußgänger:innen müssen um die Baustelle herumlaufen. Die Parkplätze sind derzeit nicht benutzbar. Vier Ersatz-Parkplätze für den Einzelhandel sind stadteinwärts geplant.

Eine Vollsperrung soll es nach den Sommerferien, also Anfang September, geben. Ende September sollen beide Überwege fertig sein. Zeitgleich zum Bau der Überwege erneuert die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) die Gleise an der U-Bahn-Strecke. Dafür wird die Strecke von 25. Juli bis 7. August, also in den ersten beiden Ferienwochen, voll gesperrt. Die VGF sorgt für einen Schienenersatzverkehr. Betroffen sind die Linien U1, U2, U3, U4.

Die Querung am Sinaipark kostet den Angaben zufolge etwa 1,5 Millionen Euro, jene am Marbachweg etwa 1,2 Millionen Euro; das Land steuert gut 700 000 Euro bei.

Während Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) beim Spatenstich betonte, wie wichtig die barrierefreien Querungen für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil seien, blickte sein Vorgänger im Amt, Klaus Oesterling (SPD), auf die jahrzehntelange Diskussion um eine Führung der U-Bahn im Tunnel und den Bau von Querungen zurück. Lothar Stapf (CDU) aus dem Ortsbeirat 9 zeigte sich von der Querung am Sinaipark nicht begeistert und mahnte eine weitere Querung an der Hügelstraße an.

Sabine T. Ruh (Grüne), ebenfalls aus dem Ortsbeirat 9, lobte die Vorteile der neuen Überwege, die die Menschen schneller über die Fahrbahn und die Gleise bringen würden, und sie betonte zudem die Notwendigkeit, den Radverkehr zwischen Alleenring und Hügelstraße sicherer über die Eschersheimer Landstraße zu führen.

Der neue Überweg zwischen Sinaipark und Klimsch-Anlage hat noch eine weitere Funktion. Er ist Teil des Projekts „Grünes Ypsilon“. Dabei wird eine durchgehende Verbindung vom Ginnheimer Hang am Niddapark und dem Sinaipark über die Platensiedlung und die Bundesbank zur Miquelanlage geschaffen.

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