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Die neuen Überwege werden auf dem Bahnkörper gelb markiert.
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Die neuen Überwege werden auf dem Bahnkörper gelb markiert.

Mobilität

Frankfurt: Zwei Überwege auf der Eschersheimer Landstraße

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Eschersheimer Landstraße, die die Frankfurter Stadtteile Dornbusch und Eschersheim in der Mitte zerschneidet, soll zwei neue Überwege bekommen. Der ADFC fordert auch einen Radweg.

Fußgängerinnen und Fußgänger sollen die Eschersheimer Landstraße, die keine Radwege etwa zwischen der Miquelallee und der Hügelstraße hat, künftig besser queren können. Das teilte der Magistrat mit. Eine Querung auf Höhe des Sinaiparks soll über die Gleise zur Klimsch-Anlage führen. Die andere Querung ist an der Kreuzung Eschersheimer Landstraße mit den Straßen Am Dornbusch und Marbachweg geplant.

Hintergrund: Auf der Eschersheimer Landstraße kam es seit der Eröffnung der U-Bahn-Trasse 1968 wiederholt zu schweren Unfällen beim Überqueren der Gleise mit Toten und Verletzten. Die U-Bahn-Strecke wurde damals so gebaut, dass sie die Stadtteile Dornbusch und Eschersheim in der Mitte zerschneidet. Fußgängerinnen und Fußgänger müssen etwa zwischen den U-Bahn-Halten Hügelstraße und Fritz-Tarnow-Straße mehr als einen halben Kilometer gehen, wenn sie über die Straße wollen.

Überwege am Sinaipark und am Marbachweg

Die Frage, wie sich die Eschersheimer Landstraße sicherer gestalten lässt, beschäftigt den Ortsbeirat 9 und die Stadtverordnetenversammlung seit langem. 2018 beschlossen die Stadtverordneten, die beiden Überwege am Sinaipark und am Marbachweg neu zu bauen. Knapp drei Jahre später hat der Magistrat nun die Bau- und Finanzierungsvorlagen veröffentlicht.

Der Überweg am Sinaipark kostet demnach etwa 1,5 Millionen Euro, der Überweg am Marbachweg etwa 1,3 Millionen Euro. Die Baupreise sind aufgrund der hohen Nachfrage in der Baubranche kräftig gestiegen.

Am Marbachweg entsteht die Querung am südlichen Teil der Kreuzung. Für den Gehweg sind 2,50 Meter in Richtung Stadtmitte vorgesehen, 2,10 Meter in Richtung Weißer Stein, für die Fahrbahn sechs Meter, für die Querungsinsel 2,50 Meter. Radfahrerinnen und Radfahrer fahren gemeinsam mit dem Autoverkehr über die Kreuzung. Ein Radweg ist nicht vorgesehen. Bislang müssen Menschen, die die Straße zu Fuß überqueren wollen, durch eine Unterführung laufen.

Bäume werden gefällt

Am Sinaipark, wo es bislang keine Querung gibt, wird die Straße auf etwa 20 Metern leicht verschwenkt, damit der Straßenraum neu aufgeteilt werden kann: 2,50 Meter für den Gehweg Richtung Stadtmitte (Gegenrichtung 2,40 Meter), sechs Meter für die Fahrbahn, 2,75 Meter für die Querungsinsel. Der neue Überweg nennt sich Z-Überweg, weil die Menschen in Z-Form an Gittern vorbeigehen müssen.

Sechs Bäume - Spitzahorn, Holunder, Nelkenkirsche, Bergahorn - mit 68 Zentimeter bis 2,50 Meter dicken Stämmen will die Stadt fällen. Neue Bäume werden als Ausgleich im Sinaipark gepflanzt. Sie werden dünnere Stämme haben.

Wenn die Stadtverordneten den Bau beschließen, vergehen vier Monate in einer Ausschreibungsphase. Die Arbeiten können demnach frühestens im Frühjahr 2022 beginnen.

Der ADFC in Frankfurt bewertet die geplanten Querungsmöglichkeiten positiv. „Den fehlenden Radweg zwischen Miquelallee und Hügelstraße muss die neue Koalition nun aber ganz hoch auf ihre Prioritätenliste setzen“, sagte Bertram Giebeler, der Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Frankfurt.

Während der Bauzeit, für die zwei Wochen angesetzt sind, muss die U-Bahn-Strecke gesperrt werden. Als Ersatz für die Linien U1, U2, U3 und U8 sollen Ersatzbusse fahren. Allein der Schienenersatzverkehr kostet mehr als eine halbe Million Euro.

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