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Vorhang auf für Lucas im Kino des Filmmuseums – geimpft, genesen, getestet und mit Mund-Nase-Schutz.
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Vorhang auf für Lucas im Kino des Filmmuseums – geimpft, genesen, getestet und mit Mund-Nase-Schutz.

Kinder-Filmfestval

Frankfurt: Endlich wieder zurück ins Kino – „weil’s cool ist“

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Lucas-Festival beginnt. Es bietet eine Woche lang Filme für Kinder und Jugendliche in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden.

Frankfurt - Kenza vermisst ihre Mutter. Ihr Vater versteht das nicht. Auch er trauert, aber er sagt: „Du kannst nicht vermissen, was du nie hattest.“ Kenza vermisst ihre Mutter trotzdem, auch wenn die schon so lange tot ist, dass sie sie gar nicht kennengelernt hat. Ihr Großvater glaubt an Geister – und dass der Geist der Mutter Kontakt zu Kenza aufnimmt.

Davon handelt der niederländische Film „Buladó“, am Freitag eine der ersten Vorführungen des 44. Lucas-Kinder- und Jugendfilmfestivals. Gerade kommen die Schulklassen am Kino des Filmmuseums an. „Ihr könnt alle Niederländisch?“ – „Neiiin!“, kichern die Kinder aus der 6c des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums in Frankfurt, „es gibt einen Übersetzer.“ So läuft das beim Lucas: Filme im Original mit englischen Untertiteln und deutscher Einsprache. Eine Person übersetzt. Auch, wenn man die Filme daheim im Internet anschaut. Das Kino ist wieder ein Ort, der Leute hereinlässt, aber zusätzlich laufen viele Teile des Festivals online.

Lucas Filmfestival in Frankfurt - Auch Manga-Produktionen im Angebot

Vorfreude liegt in der Luft. „Ich bin gern im Kino“, sagt der elfjährige Andrei aus der sechsten Klasse der IGS Herder. „Weil’s cool ist, einen Film im Kino zu sehen.“ Viel besser als auf Computer oder Handy. Corona hat Kino so lange verhindert.

Die Herder-Schüler:innen sind Patenklasse für den Film. Sie haben ihn schon zusammen angesehen und mit Lehrer Sascha Volk auch Szenen nachgestellt. Dass sie den Film jetzt noch einmal schauen, finden manche gut, andere „geht so“. Tamara (13) wäre eher für so etwas wie „Demon Slayer“, eine japanische Manga-Produktion. Das wird gerade nicht angeboten.

Frankfurt: Lucas-Filmfestival - das Programm

Lucas Filmfestival

Das Lucas-Programm bis zum 7. Oktober: lucas-filmfestival.de

Auch die 6c der Gagern-Schule hat eine Verbindung zu „Buladó“: Einige aus der Klasse sitzen in der Jury, die über die Preise beim Lucas-Festival entscheidet. Arthur beispielsweise. „Eigentlich liegt alles an unserer Deutschlehrerin“, sagt er. „Sie hat gesagt, wir sollen uns bewerben. Hab‘ ich gemacht.“ Am Kino mag er die Atmosphäre und liebt Komödien, aber auch Actionfilme, nur: „Die sehe ich eher zu Hause, weil sie manchmal erst ab zwölf Jahren freigegeben sind.“

Wanda Massen, die Deutschlehrerin, schätzt das Festival. „Ich komme schon lange mit Klassen her - es ist bereichernd für die Schülerinnen und Schüler.“ Ziel: das Medium Film ins Bewusstsein bekommen. Perspektiven erweitern. Mit der Klasse hat sie zuvor Filmplakate analysiert und über Curacao gesprochen, den Ort, an dem „Buladó“ spielt. Cornelius aus der 6c mag es, „Geschichten, die ich gelesen habe, auch als Film zu sehen“. Beispiel: „,Kampf um Rom‘ – da geht es um den Untergang der Goten.“

Respekt. Im Filmmuseum erzählt dagegen der Film „Buladó“ in eindringlichen, oft magisch anmutenden Bildern, wie Kenza mit ihrer Trauer umgeht, wie sie ihren Platz in der Realität des Lebens und im Umgang mit dem Tod sucht. Und wie drei Menschen zueinanderfinden, die es schwer miteinander hatten. Das schafft Lucas stets: Emotionen zu wecken, Probleme sichtbar zu machen und Auswege zu zeigen. (Thomas Stillbauer)

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