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Frankfurt: Zu viel Stress auf der Leitstelle der Feuerwehr

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Von: Georg Leppert

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Der Rettungsdienst – hier bei einer Übung – ist derzeit oft im Einsatz.
Der Rettungsdienst – hier bei einer Übung – ist derzeit oft im Einsatz. © Renate Hoyer

Die Branddirektion meldet Probleme und setzt auf ein neues Arbeitszeitmodell.

Die Arbeitsbelastung in der zentralen Leitstelle der Frankfurter Feuerwehr nimmt stetig zu. Sie liege mittlerweile bei einem „nicht mehr tragbaren Level“, heißt es in einem Bericht der Branddirektion, den die zuständige Dezernentin Annette Rinn (FDP) am Montag im Sicherheitsausschuss der Stadtverordneten verteilen ließ. Ein neues Schichtmodell soll zumindest etwas Abhilfe bringen.

Seit 2017 habe sich das Arbeitspensum um ein Viertel erhöht, so die Branddirektion. Vor allem in den vergangenen Monaten sei eine erhöhte Belastung zu verzeichnen. Ein Grund dafür: Bis für die Patientinnen und Patienten ein geeigneter Platz in einer Klinik gefunden ist, vergehe zunehmend mehr Zeit. Zum anderen gebe es vermehrt Anrufe, die die Feuerwehr als nicht dringlich einstuft. In diesen Fällen erfolge ein Verweis auf die hausärztliche Versorgung.

Als nicht mehr praktikabel hat sich das bisherige Modell der Arbeitszeit erwiesen. Dabei sind die Beschäftigten im Wechsel zehn Stunden am Tag und 14 Stunden in der Nacht im Einsatz. Pausen seien kaum möglich. Erleichterung soll ein 24-Stunden-Schichtmodell bringen, das zum 1. Januar eingeführt wird. Es könne aber nur ein Baustein für eine geringere Arbeitsbelastung sein. geo

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