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Bei der Sternfahrt Anfang Mai war Mainkai für den Autoverkehr gesperrt. Foto: Renate Hoyer
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Bei der Sternfahrt Anfang Mai war Mainkai für den Autoverkehr gesperrt.

Koalitionsvertrag

Frankfurt: Koalition will autofreien Mainkai und öffentlichen Nahverkehr ausbauen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In Frankfurt setzt die neue Koalition auf die Mobilitätswende. Der Mainkai wird nachts und am Wochenende gesperrt.

Frankfurt - In der Verkehrspolitik hat sich die Koalition auf eine Reihe von Punkten geeinigt. Auf Hauptstraßen, die durch Wohngebiete führen, soll künftig Tempo 40 gelten. Damit schließt die Koalition an das Tempolimit von 40 Stundenkilometern an, das infolge des Luftreinhalteplans seit dem Jahreswechsel in der Innenstadt gilt.

Tempo 30 in der Nacht wie auf dem Alleenring soll ausgeweitet werden, ebenso die Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Darüber hinaus ist Tempo 20 geplant. „Das gibt es aber nur in den neuen, autoarm geplanten Wohngebieten“, sagte FDP-Fraktionschefin und designierte Wirtschaftsdezernentin Annette Rinn. Die Verkehrsüberwachung wird verschärft. Eine Citymaut wird geprüft.

Der Mainkai wird noch in diesem Jahr an Wochenenden und werktags von 19 Uhr bis 6 Uhr gesperrt. Autos werden nordmainisch umgeleitet, Sachsenhausen soll nicht zusätzlich belastet werden. Zwei Radstreifen werden markiert, die dritte Kfz-Spur fällt weg. Es gilt Tempo 30.

Der Mainkai in Frankfurt soll im Rahmen eines Gesamtkonzepts komplett autofrei werden

2022 wird der Mainkai in den Schulferien gesperrt. Im Laufe der Wahlperiode soll der Mainkai im Rahmen eines Gesamtkonzepts komplett autofrei werden.

Insgesamt soll sich der „Modal Split“, also der Anteil der Wege, deutlich vom Auto hin zu Bus und Bahn, Fahrrad und Fußverkehr verschieben. In der Innenstadt will die neue Koalition das Programm „Stadt am Main“ umsetzen. Es sieht den Wegfall von Parkplätzen, autofreie oder autoarme Zonen, Grünräume und Spielflächen vor. Die Koalition bekennt sich zum Radentscheid-Kompromiss. Sogenannte Frankfurter Fahrradstraßen soll es etwa auf dem Oeder Weg oder dem Grüneburgweg geben. Auch die äußeren Stadtteile sollen weitere Radwege erhalten.

StadtFrankfurt am Main
BundeslandHessen
Bevölkerung753.056 (Stand 2019)
Fläche248,3 km²
RegierungskoalitionGrüne, SPD, FDP, Volt

Radwege werden künftig häufiger baulich getrennt, dann sei keine Rotfärbung mehr nötig, außer an Gefahrenstellen. Um den Fußverkehr zu stärken, soll eine Ansprechstelle geschaffen werden. Neun Radschnellwege sollen die Region mit der Stadt verbinden. Der Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer:innen an Ampeln wird eingeführt, grüne Wellen werden geprüft. Mobilitätsstationen sollen sich künftig an einigen U- und S-Bahn-Stationen befinden. Dort sollen etwa Leihräder zu erhalten sein. E-Scooter sollen an festen Parkplätzen halten müssen - das Free-floating-Modell wird also durch ein stationsgebundenes Modell ersetzt.

Koalition will Frankfurt per ÖPNV besser an umliegende Gemeinden anbinden

Im Nahverkehr sieht die Koalition etwa den Ausbau der U5 zum Frankfurter Berg vor; eine Prüfung der Fortführung der U5 über Nied nach Höchst; den Lückenschluss der U4 von Bockenheim nach Ginnheim; die Anbindung des Terminals 3 mit der S7; die Straßenbahnringlinie über Fechenheim, Offenbach und Oberrad; die Straßenbahnlinien nach Bad Vilbel, Neu-Isenburg und Sprendlingen; eine Straßenbahn von der Schweizer Straße über die Untermainbrücke bis zum Campus Westend. Geprüft werden Park-and-ride-Möglichkeiten am Stadion, der Raststätte Taunusblick, der Messe, Sachsenhäuser Warte, Babenhäuser Landstraße, Heiligenstock, Vilbeler Landstraße. Am Flughafen strebt die Koalition eine Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr an. Verspätungsflüge sollen härter bestraft werden.

Bei den Autobahnen trägt die Koalition den Ausbau von A661 und A66 mit Riederwaldtunnel mit und setzt sich dafür ein, die A661 teilweise einzuhausen. Den Ausbau der A3 lehnt sie ab. (Florian Leclerc)

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