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Frankfurt: Zoff über den abwesenden Herrn Feldmann

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Von: Christoph Manus

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Peter Feldmann ist im Urlaub. Über den Frankfurter Oberbürgermeister streiten, lässt sich aber offenbar auch ohne neue Nachrichten trefflich.
Peter Feldmann ist im Urlaub. Über den Frankfurter Oberbürgermeister streiten, lässt sich aber offenbar auch ohne neue Nachrichten trefflich. © peter-juelich.com

Peter Feldmann ist im Urlaub, ein Pokalklau nicht in Sicht. Kein Grund, sich nicht auf Twitter zu streiten. Dort wird es zwischen einem SPD- und einem FDP-Mann heftig.

Frankfurt - Nach unzähligen Wochen, in denen sich die Frankfurter Stadtpolitik in erster Linie mit Peter Feldmann und dem nun folgenden Bürgerentscheid über dessen Verbleib als Oberbürgermeister beschäftigt hat, hat sich der allergrößte Teil der Römer-Blase in den Urlaub verabschiedet.

Nicht nur die Frage, wie die Kampagne aussehen soll, mit der die Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt sowie die CDU für einen Neustart ohne den Sozialdemokraten trommeln wollen, der von Mitte Oktober an wegen Korruptionsverdachts vor Gericht steht, ist um einige Wochen vertagt. Doch zumindest auf Twitter lässt das Thema Feldmann auch in der sitzungsfreien Zeit Emotionen hochkochen. Und das zwischen zwei Politkern, deren Parteien im Römer koalieren und nun gemeinsam für Feldmanns Abwahl werben.

Peter Feldmann: Streit zwischen SPD- und FDP-Mitglied

Da freut sich FDP-Mitglied Ralph Lange, früher im Frankfurter Parteivorstand, öffentlich, dass der Oberbürgermeister, dessen „Pokalklau“ nach dem Europa-League-Triumph für viel Kritik und Spott gesorgt hatte, nicht beim Empfang für das Frauen-Fußballnationalteam dabei sein werde. „Die Peinlichkeit wollte man dem Team und der Stadt doch ersparen.“ Thomas Bäppler-Wolf, Stadtverordneter der SPD und nicht als defensiv im Umgang mit Kritik an seiner Partei bekannt, reagiert scharf. „Keine Angst ihr Knallchargen. Er ist im Urlaub“.

Und legt nach: „Durch Typen wie Sie wird die FDP unerträglich.“ Lange lässt sich nicht lumpen: „Wenn Sie sich so wenig im Griff haben, geben Sie bitte Ihr Mandat zurück. Frankfurt hat besseres verdient.“ Online-Redakteurin Carmen Treulieb sieht nach Bäppler-Wolfs Tweets sogar die SPD in der Pflicht zu reagieren. „Wer solche Leute auf seiner Liste kandidieren lässt, darf sich nicht wundern, wenn das Ergebnis der nächsten Kommunalwahl 1-stellig ist.“ Wenig später ist es Bäppler-Wolf selbst, der reagiert. Er löscht seinen Account. „Die sind ja noch bekloppter als hier“, schreibt er auf Facebook. (Christoph Manus)

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