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Walter-Dirks-Preis

Frankfurt: Wolfgang Kessler erhält Walter-Dirks-Preis

  • VonJohanna Stein
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Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift Publik-Forum, Wolfgang Kessler, wird mit dem Walter-Dirks-Preis ausgezeichnet. Die Jury lobt seinen couragierten Journalismus.

Als Hoffnungsträger bezeichnete Stephan Hebel von der Frankfurter Rundschau den neuen Walter-Dirks-Preisträger Wolfgang Kessler in einer Laudatio. Zwanzig Jahre lang hatte Kessler als Chefredakteur für die Zeitschrift Publik-Forum gearbeitet, bis er 2019 in den Ruhestand ging. Für seine Arbeit wurde er nun mit dem Walter-Dirks-Preis ausgezeichnet. Kessler trage Hoffnung sowohl in sich als auch nach außen, so Hebel. „Es ist eine Hoffnung, die sich aus Haltung speist und zum Handeln drängt“, verkündete er bei der Preisverleihung.

Verliehen vom Haus am Dom und dem Haus der Volksarbeit ehrt der Walter-Dirks-Preis, der nach dem bekannten Publizisten Walter Dirks benannt ist, seit 2010 Menschen, die es gewagt haben, unkonventionelle Brücken zwischen Konfessionen, Religionen, gesellschaftlichen Gruppen und Parteien zu bauen – wie Dirks seinerzeit.

Kessler erhielt den Preis in Form eines irdenen Hahnes für seine langjährige Tätigkeit als Chefredakteur bei Publik-Forum. Die Zeitschrift erscheint alle zwei Wochen und hat ihren Schwerpunkt bei kirchlichen, religiösen und gesellschaftlichen Themen. In vielen Büchern und Vorträgen greift Kessler die zukunftsfähige Wirtschaft auf ethischer Grundlage auf. So auch bei seiner Rede zur Preisverleihung. Sie trug den selben Titel wie sein jüngstes Buch: „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern“. Dabei thematisierte er soziale Ungerechtigkeit: „Dem renditehungrigen Kapitalismus sind immer mehr Lebensbereiche unterworfen“, sagte er. Artensterben und Klimakrise seien Folgen eines Wachstums-Kapitalismus, der sich die Natur unterwerfe.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Kessler für einen engagierten Journalismus eintrete, der bereit sei, sich auch „mit bestimmten Dingen gemeinzumachen und für sie einzutreten“. Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung beispielsweise. Das kritisch-christliche Profil stehe Dirks sehr nahe.

Kessler sagte, er empfinde es als große Ehre, diesen Preis in der Tradition der Dirk’schen Ideale – aufrechter Glaube, freiheitlicher Sozialismus, Versöhnung, europäische Einigung – entgegennehmen zu dürfen. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung in reduzierter Form im Frankfurter Dom statt und wurde live gestreamt. Nach Kesslers Rede folgte die feierliche Preisverleihung im Rahmen eines Abendgebets.

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