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Der Grand Tower in Frankfurt. Solche Luxuswohntürme soll es nicht mehr so oft geben. Foto: Peter Jülich
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Der Grand Tower in Frankfurt: Solche Luxuswohntürme soll es nicht mehr so oft geben.

Wohnen

15.000 neue Wohnungen: Lage in Frankfurt soll sich entspannen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Planungsdezernent Mike Josef kündigt im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert 15.000 neue Wohnungen für Frankfurt an.

Frankfurt – Im Club Voltaire konnten am Donnerstagabend (10.06.2021) erstmals seit Monaten wieder 20 Menschen Platz nehmen und an den Bildschirmen waren weitere 50 Menschen zugeschaltet, als der frühere FR-Journalist Claus-Jürgen Göpfert und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sich zwei Stunden lang über die großen Themen des Frankfurter Wohnungsmarkts unterhielten. Veranstalter waren der Club Voltaire und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen.

„Frankfurt schrumpft: Wie geht es weiter?“, war der Abend überschrieben, da Frankfurt Ende 2020 etwa so viele Einwohnerinnen und Einwohner hatte wie ein Jahr zuvor. In den 2010er Jahren war die Stadt noch jedes Jahr um die Größe einer Kleinstadt gewachsen. Das geringe Wachstum oder die Stagnation werde sich in den kommenden zwei bis drei Jahren so fortsetzen, sagte Josef. Er führte die Entwicklung auch auf die hohen Preise in der Stadt zurück. „Eine Familie mit zwei Kindern kann sich das nicht mehr leisten.“

15.000 neue Wohnungen sollen in Frankfurt entstehen

Allerdings sieht Josef Hoffnung am Horizont. In den nächsten drei bis vier Jahren sollen mehr als 15.000 neue Wohnungen entstehen*, die alle Teil von Bebauungsplänen seien. „Das wird für Entspannung sorgen“, kündigte er an.

In den neuen Wohngebieten im Frankfurter Nordwesten würden nicht mehr so viele Wohnungen gebaut wie geplant. Da sich die Regionalversammlung gegen ein Quartier westlich der A5 ausgesprochen habe, seien statt 11.000 Wohnungen nur noch 6000 bis 7000 Wohnungen östlich der A5 vorgesehen, sagte Josef. Die ersten Wohnungen sollten in „acht bis zehn Jahren“ bezugsfertig sein.

Beim Wohnen in Luxushochhäusern ist Frankfurter Markt gesättigt

Die Günthersburghöfe an der Friedberger Landstraße werden auch nicht so groß wie geplant. Dort soll nur auf versiegelten Flächen gebaut werden. Statt 1500 Wohnungen würden nur 300 bis 400 entstehen.

Beim Wohnen in Luxushochhäusern sei der Markt „gesättigt“, sagte Josef weiter. Zuletzt sei jede dritte neue Wohnung in Frankfurt in einem Luxuswohnturm entstanden. Das habe auf dem Wohnungsmarkt nicht für Entspannung gesorgt. Nun sollen es nicht mehr als 15 Prozent der Neubauwohnungen sein.

Rahmenplan für Zeil in Frankfurt angekündigt

Für die Frankfurter Zeil kündigte Josef einen Rahmenplan an, der auf den Strukturwandel reagieren soll. Der Einzelhandel werde künftig nicht mehr so stark vertreten sein. Dafür sollen kulturelle Einrichtungen und Cafés etwa in den Erdgeschossebenen entstehen.

Kfz-Spuren auf der Zeil, wie sie der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler ins Gespräch gebracht hatte, lehnte Josef ab. „Es gibt keine Korrelation zwischen Autos und Konsum“, sagte er. In Madrid sei das Weihnachtsgeschäft um sieben Prozent gestiegen, nachdem die Innenstadt 2019 autofrei geworden sei. Soziale Kontrolle sei weniger durch Autos als durch belebte öffentliche Räume, etwa Cafés und kulturelle Einrichtungen, möglich.

1400 neue Wohnungen für Frankfurt-Bonames

Für das Baugebiet Bonames-Ost kündigte Josef an, weniger Flächen versiegeln zu wollen. Dort seien 1400 Wohnungen vorgesehen.

Das Land Hessen forderte er auf, das Zweckentfremdungsverbot wieder einzuführen. Damit könnte die Stadt Leerstand verhindern. In Hamburg, Berlin und München sei das möglich. Das Zweckentfremdungsverbot wurde 2004 von der CDU-Alleinregierung unter Roland Koch abgeschafft. (Florian Leclerc) *fuldaer-zeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auf der Baustelle am Sommerhoffpark im Gutleutviertel in Frankfurt hat sich lange wenig getan. Der Bau von mehr als 450 Wohnungen und Apartments soll nun voranschreiten.

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