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Frankfurt: Wohnungsgesellschaft will weniger bauen

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Von: Christoph Manus

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Immer mehr Unternehmen verschieben Bauprojekte in Frankfurt und Region. Nun will das Gemeinnützige Siedlungswerk die Neubaupläne reduzieren – und fordert Hilfe aus der Politik.

Die Frankfurter Wohnungsgesellschaft Gemeinnütziges Siedlungswerk (GSW) will ihr Neubaugeschäft zumindest zeitweise stark zurückfahren. Das hat das Unternehmen, das außer in Hessen in Rheinland-Pfalz und Thüringen tätig ist, angekündigt. „Ohne sofortiges Handeln der Politik wird sich das nicht ändern“, sagt Filip John, technischer Geschäftsführer der GSW. Und fordert unter anderem mehr Fördermittel für bezahlbaren Wohnraum. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Bauen hätten sich in den vergangenen Monaten schließlich dramatisch verschlechtert. Auch die städtische Wohnungsgesellschaft ABG hat wegen der stark gestiegenen Kosten am Bau zuletzt Vorhaben geschoben. So soll etwa der Bau des Quartiers Hilgenfeld ein Jahr später beginnen.

Bis sich die Rahmenbedingungen wieder verbessern, will die GSW nun vorrangig für Dritte bauen. Im Auftrag der Caritas errichtet sie an verschiedenen Standorten Apartments und Pflegeplätze für Senior:innen. In Mainz und Frankfurt-Niederrad schafft sie insgesamt 32 Mietwohnungen für den eigenen Bestand durch Nachverdichtung und Aufstockung. Im laufenden Jahr sollen zudem 182 Wohnungen energetisch saniert werden.

Im Jahr 2022 hatte die GSW noch 124 Wohnungen fertiggestellt. In Eckenheim kamen 20 Eigentumswohnungen auf den Markt, in Rüsselsheim entstanden 95 Wohnungen für Studierende und sieben Mietwohnungen.

Das GSW gehört den Bistümern Limburg, Mainz, Fulda und Erfurt und den dortigen Caritasverbänden. Es bewirtschaftet einen Bestand von rund 9000 Wohnungen. Die Monatsmieten liegen dort laut GSW im Schnitt unter acht Euro pro Quadratmeter. cm

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