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Angebote gibt es durchaus – teure zumeist.

Studieren in Frankfurt

Frankfurt: Wohnraum für Studenten immer teurer

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Die Mieten für eine studentische Musterwohnung sind in Frankfurt und Darmstadt stärker gestiegen als in allen anderen deutschen Unistädten.

Für Studierende, die in Frankfurt eine Bleibe suchen, wird die Situation immer schwieriger. Zimmer in öffentlichen Studentenwohnheimen gibt es viel zu wenige. Rechnerisch reichen diese gerade einmal für 7,3 Prozent der Frankfurter Studierenden. Die Mieten in privaten Apartmenthäusern, die überall in der Stadt entstehen, sind sehr teuer. Und auch wer nach einer kleinen Wohnung sucht, hat immer schlechtere Karten.

Nach Zahlen des Studentenwohnreports des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft liegen die Kosten für eine 30 Quadratmeter große Musterwohnung in Frankfurt bei 505 Euro im Monat. Das ist ein Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur München und Stuttgart sind teurer. Noch stärker gestiegen sind die Wohnkosten deutschlandweit nur in Darmstadt. Dort kletterten sie um 8,3 Prozent auf nun 458 Euro. In Mainz werden dem Report nach 437 Euro bezahlt.

Damit liegen die Mietkosten in diesen drei Unistädten jeweils klar über dem zum Wintersemester gestiegenen Wohnzuschlag des Bafög. Dieser beträgt, selbst im Fall einer Höchstförderung, höchstens 325 Euro. Die Folge: Immer mehr Studierende wohnen dem Report nach bei ihren Eltern oder bilden Wohngemeinschaften.

Auch die Mieten für WG-Zimmer sind aber im Ballungsraum sehr teuer. Das Institut Empirica sieht den Standardpreis für ein unmöbliertes Zimmer in einer Frankfurter Wohngemeinschaft bei 500 Euro im Monat. Nur München ist in dieser Kategorie noch teurer. Gegenüber dem Sommersemester stagniert die Miete in Frankfurt. Im Sommersemester 2012 lag sie nach Zahlen von Empirica aber noch lediglich bei 365 Euro.

Offenbach kaum günstiger

Auch die WG-Mieten in den benachbarten Großstädten sind sehr hoch. Für Offenbach nennt Empirica einen Durchschnittswert von 475, für Darmstadt von 400, für Wiesbaden von 423 Euro, für Mainz von 420 Euro im Monat.

Die Politik setzt vor allem auf den Bau neuer Wohnheime, um die Situation etwas zu entschärfen. Schon im Frühjahr sollen etwa 297 Apartments in einem Neubau an der Sportuni fertig werden. Nach Zahlen des Studentenwerks Frankfurt fehlen gegenwärtig aber immer noch zusätzliche 2500 Plätze, um zumindest eine Versorgung von zehn Prozent aller Studierenden im Rhein-Main-Gebiet zu erreichen.

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